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Mehr Sicherheit mit gutem Unterhalt

Obwohl eine vorausschauende Planung und sorgfältige Ausführung entscheidend sind, trägt auch der Gebäudeunterhalt wesentlich zum Schutz vor Naturgefahren bei. Welche Schutzanforderungen ein Gebäude erfüllen muss, hängt sowohl von der Gefährdung am Standort, der Gebäudenutzung als auch von Ihrem Sicherheitsbedürfnis ab.

Oberflächenabfluss fliesst vom Hang und der Strasse auf das Haus zu

Nur wer die Gefährdung für sein Grundstück kennt, kann sich gut schützen. Machen Sie hierzu den Naturgefahren-Check. Je nach Gefährdung sind vertiefte, lokale Abklärungen angezeigt. Betrachten Sie auch die unmittelbare Umgebung mit den Fragen: Wo kann bei starkem Regen Wasser zufliessen? Wo staut es auf? Wie fliesst es weiter?

Für das Risiko eines Schadens ebenso entscheidend wie die Gefährdung am Standort sind die Bauweise und die Gebäudenutzung. Entsprechend werden auch die Schutzanforderungen abgestuft. Insbesondere im Hinblick auf einen bevorstehenden Umbau lohnt es sich, frühzeitig eine Fachperson beizuziehen. Auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlungen finden Sie im Naturgefahren-Check.

Sämtliche Entwässerungseinrichtungen am und um das Gebäude herum müssen jederzeit frei sein von Feststoffen und Verschmutzungen, sodass Regenwasser ungehindert abfliessen kann.

Die Gebäudehülle ist Unwettern direkt ausgesetzt und hat eine wichtige Schutzfunktion für das ganze Haus. Entsprechend gut muss sie Sturm, Hagel, starken Regen und Schnee widerstehen. Lassen Sie das Dach regelmässig von einer Fachperson kontrollieren, um teuren Folgeschäden vorzubeugen. Sorgen Sie dafür, dass Dachrinnen, Fallrohre sowie weitere Abläufe und Notentwässerungen frei von Laub und sonstigen Festpartikeln sind, damit das Wasser gut abfliessen kann. Spröde, gealterte Bauteile müssen frühzeitig repariert oder ersetzt werden. Wählen Sie bei Reparaturen und Sanierungen hagelgeprüfte Produkte, beispielsweise für Lichtkuppeln, Solaranlagen oder die Aussenisolation der Fassade.

Lamellenstoren wurden bei Hagel und Sturm verbogen und verbeult

Viele Gebäude weisen grosse Fensterflächen auf mit einem aussenliegenden Sonnen- und Sichtschutz. Solche Lamellenstoren gehen bei Wind und Hagel rasch kaputt und müssen bei einem Unwetter deshalb hochgezogen sein. Profitieren Sie vom kostenlosen Hagelwarnsystem «Hagelschutz – einfach automatisch» und lassen Sie zusätzlich einen Windwächter nachrüsten.

Fenster, Türen und Zugänge wie Tiefgarageneinfahrten sowie Lüftungsöffnungen sind häufige Eintrittswege für Wasser. Bei Gefährdung durch Hochwasser oder Oberflächenabfluss können Sie – ergänzend zu baulichen Schutzmassnahmen am Gebäude – durch den rechtzeitigen Ersatz von Dichtungen und mit regelmässiger Kontrolle der Entwässerungseinrichtungen die Sicherheit erhöhen. Speziell bei sog. teilmobilen Schutzmassnahmen wie mechanisch zuklappenden Klappschotts oder mit Sensoren ausgestatteten Hochwasserschutzfenstern ist eine professionelle Wartung und regelmässige Prüfung der Funktionsweise entscheidend. Falls mobile Massnahmen wie Dammbalken oder Hochwassersperren eingesetzt werden müssen, sollten Sie deren Einsatz regelmässig üben. Ein permanenter Hochwasserschutz ist stets zu bevorzugen und auf lange Sicht oft auch günstiger.

Bei Hochwasser oder Oberflächenabfluss sind Untergeschosse besonders betroffen, denn Wasser kennt viele Eintrittswege in Gebäude. Durch gezieltes Abdichten von Schwachstellen und mit hochwassersicheren Türen und Fenstern können Sie das Risiko einer Überschwemmung verringern. Wenn eine Überschwemmung von der Kanalisation her möglich ist, sollten Sie den Einbau einer Rückstauklappe in Erwägung ziehen. In jedem Fall wichtig ist die regelmässige Prüfung und Reinigung aller Entwässerungseinrichtungen, auch der Abläufe in Lichtschächten. Zudem können Sie durch eine angepasste Nutzung und erhöhtes Platzieren wertvoller Gegenstände und technischer Installationen Schäden verringern.

Falls das Radonrisiko am Standort erhöht ist oder wenn Sie ein Untergeschoss intensiver nutzen möchten: Lassen Sie die Radonkonzentration im Gebäude durch eine anerkannte Messstelle prüfen. So können Sie zu Ihrem Schutz gegebenenfalls Vorsorgemassnahmen umsetzen.

Bei einem starken Sturm stürzt ein Baum auf das Dach eines Hauses und ein Trampolin fliegt davon

Wer ein Haus mit Umschwung besitzt, ist für den Unterhalt von Garten und Vorplätzen verantwortlich. Lassen Sie Bäume auf Ihrem Grundstück fachgerecht pflegen und bei Bedarf schneiden oder fällen, wenn diese bei einem Sturm das Haus oder Personen gefährden könnten.

Denken Sie auch bei kleinen Umgestaltungen an Garten und Zugang (Hecke oder Stellriemen entfernt, Erneuerung der Garagenzufahrt usw.) daran, dass bei starkem Regen innert kürzester Zeit sehr viel Wasser anfallen kann. Dieses darf nicht an das Gebäude gelangen und soll für Sie und Ihre Nachbarn gefahrlos weiterfliessen können.

Kontrollieren Sie Schwimmbadabdeckungen regelmässig und tauschen Sie diese bei Gelegenheit mit einer hagelgeprüften Abdeckung aus.

 

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