Hagel

Grosses Hagelkorn (Bild: M. Imhof, IRV)
Bildquelle: Interkantonaler Rückversicherungsverband (IRV) / Markus Imhof

Grundlagen

Mehr als die Hälfte aller Gebäude in der Schweiz werden mindestens einmal in 50 Jahren von einem heftigen Hagelschlag mit Hagelkörnern ≥3 cm getroffen. Hagelkörner dieser Grösse schlagen mit fast 90 km/h auf. An Gebäuden können sie Kunststoffe und Putze durchschlagen oder Storen und dünne Bleche verbiegen. Wird die Fassade undicht, kann Wasser eindringen und hohe Folgeschäden verursachen. Besonders hoch ist die Hagelgefährdung im Zusammenhang mit Sommergewittern (siehe Gewitterstürme). Ein einzelner Hagelzug kann innert kürzester Zeit viele Gebäude treffen und grosse Schäden verursachen.

Form und Grösse der Eiskörner sowie Art und Intensität der Hagelwirkung werden beeinflusst durch das Klima, die Topographie und die Windverhältnisse. Die Form und der Standort des Bauwerks, die Beschaffenheit seiner Oberflächen sowie die Dachneigung bestimmen die Einwirkung mit. Zuverlässigen Schutz bieten hagelresistente Materialien. Genrell gilt: Die ganze Gebäudehülle sollte Hagelwiderstand HW3 haben (siehe Hagelregister), d.h. Hagelkörnern von bis zu 3 cm Durchmesser schadlos standhalten. Besondere Vorsicht ist bei vielen Kunststoffprodukten geboten, da deren Widerstandsfähigkeit rasch abnehmen kann.

Hintergrundinformationen zur Entstehung von Hagel

Ohne Gewitter kein Hagel. Umgekehrt gibt es viele Gewitter ohne Hagel, wenn entweder die atmosphärischen Bedingungen zur Hagelbildung nicht ausreichen oder die Hagel- bzw. Graupelkörner klein sind, schmelzen und den Erdboden nur als Platzregen erreichen. Als grobe Faustformel gilt, dass die Hagelhäufigkeit etwa ein Zehntel der Gewitterhäufigkeit beträgt. Am grössten ist die Hagelgefahr in Gebieten, in denen trockenkalte und feuchtwarme Luftmassen aufeinanderstossen und entlang der Voralpen, wo die Konvektion topographisch verstärkt wird.

Bildung von Hagelkörnern: Voraussetzung ist eine labile Schichtung der Atmosphäre. Zur Entstehung grosser Hagelkörner sind hohe Aufwinde in einer Gewitterwolke notwendig. Werden die Körner in der Schwebe gehalten, so können sie der umströmenden Wolkenluft die enthaltenen Wassertröpfchen und Eiskristalle entziehen und weiterwachsen. Die Aufwinde sind meist in engen Schloten innerhalb des Gewitters konzentriert. Wenn der Auftrieb in einem Aufwindschlot plötzlich nachlässt, dann fällt die vorher in Schwebe gehaltene Tropfen- und Hagelmasse schlagartig aus. Dasselbe Gewitter kann mehrere, räumlich voneinander abgesetzte Hagelschläge auslösen. Ein Hagelzug erstreckt sich im Normalfall über eine Länge von wenigen Kilometern und einer Breite von weniger als einem Kilometer.

In der Form sind Hagelkörner sehr verschieden. Kugelähnliche Körner mit einem Verhältnis von kürzestem zu längstem Durchmesser im Bereich von 0.8 gehören zu den häufigsten Formen. Dennoch sind Formen mit länglichen, abgerundeten oder scharfkantigen Auswüchsen möglich. Diese Sonderformen können aufgrund ihrer Gestalt eine spezielle Belastung beim Aufprall auf die Gebäudehülle darstellen. Massgebend für die Zuordnung zu einer Hagelkornklasse ist jeweils das Korngewicht.

Beispiele von Hagelkörnern

Rundliches Hagelkorn vom 21.06.2007 im Tessin im Grössenvergleich (Bildquelle: P. Flüeler)
Rundliches Hagelkorn vom 21.06.2007 im Tessin im Grössenvergleich (Bildquelle: P. Flüeler)

Fachbegriffe

Die Hageldauer beeinflusst die Grösse der totalen kinetischen Hagelenergie und die Akkumulationshöhe der Hagelablagerungen. Mit zunehmender Dauer des Hagelschlages kann eine plötzliche Abkühlung der betroffenen Gebäudeoberfläche eintreten. Das Materialverhalten ist diesbezüglich zu untersuchen (Festigkeitsverlust, spröder Bruch).

Die Einfallrichtung bestimmt die betroffenen Fassaden eines Gebäudes. Der Einfallwinkel bestimmt die Intensität der Einwirkung. Bei senkrechtem Anprall zur Oberfläche ist die Belastung für das Bauteil am grössten. Während eines Hagelereignisses können sich die Einfallrichtung und der Einfallwinkel ändern. Im Extremfall ist eine allseitige Einwirkung auf Fassade und Dach möglich.

Die Akkumulationshöhe/Ablagerungshöhe des Hagels sowie das Abrutschen und die Akkumulation von Hagel auf Dächern sind zu berücksichtigen. Insbesondere bei Sheddächern kann dies zu einer erhöhten Belastung führen.

Ein Hagelzug oder Hagelstrich, wie das zusammenhängende Hagelgebiet genannt wird, erstreckt sich im Normalfall über eine Länge von wenigen Kilometern.

Bestimmung des erforderlichen Hagelschutzes

Massgebend für die Schadenwirkung eines Hagelkorns auf ein Bauteil sind dessen Grösse, Aufprallgeschwindigkeit und Form:

Hagelschaden-Skala

Zur Bemessung bedarf es in der Regel Angaben zur Hagelkorngrösse, Häufigkeit und Wind. Die Hagelkorngrösse kann aus der Hagelintensitätskarte entnommen werden.

Hagelgefährdung mit einer Wiederkehrperiode von 50 Jahren (Quelle: VKF)
Hagelgefährdung mit einer Wiederkehrperiode von 100 Jahren (Quelle: VKF)
Hagelgefährdung mit einer Wiederkehrperiode von 300 Jahren (Quelle: VKF)

Mindesthagelkorngrössen in [mm] unterschiedlicher Wiederkehrperioden (WP) für verschiedene Klimazonen der Schweiz gemäss Schiesser (2006):

Hagelkorngrössen unterschiedlicher Jährlichkeit für verschiedene Klimazonen der Schweiz:

WP

Jura

Mittelland

Alpen

Tessin

VS

GR

[Jahre]

West

Ost

West

Zentral

Ost

West

Zentral

Ost

1

10

10

-

10

10

-

10

10

10

-

-

5

10

20

10

20

20

10

20

10

10

-

-

10

20

20

20

20

20

20

20

20

20

-

10

20

20

30

20

30

30

20

20

20

20

10

10

30

20

30

20

30

30

20

30

20

20

10

10

50

20

30

20

30

30

20

30

20

20

10

10

100

30

40

30

40

40

30

40

30

30

20

10

250

40

40

40

40

40

40

40

30

40

20

20

300

40

40

40

40

40

40

40

40

40

20

20

WP: Widerkehrperiode (Jährlichkeit), Grössen in cm. Für die Kantone Wallis und Graubünden liegen nur Schätzwerte vor.

Bei einer Wiederkehrperiode von 100 Jahren ist vielerorts mit Hagelkorngrössen von mindestens 30 bis 40 mm zu rechnen. Lediglich im Wallis und im Kanton Graubünden sind die zu erwartenden Hagelkörnern gemäss Schätzwerten kleiner (10 bis 20 mm).

Als Richtgrösse wird ein minimaler Hagelwiderstand von HW3 empfohlen. Dieses Schutzziel wird von sehr vielen Bauteilen erreicht. Weiterführende Informationen zum Hagelwiderstand verschiedener Bauprodukte sowie zum Prüfverfahren finden Sie im Hagelregister.

Ausgangsgrössen

Bezeichnungen

d [mm]: Durchmesser Hagelkorn
γ [°]: Einfallwinkel vertikal
φ [°]: Einfallrichtung horizontal
α [°]: Dachneigung
ρh [kg/m3]: Dichte von Hageleis (870 kg/m3)
ρl [kg/m3]: Dichte von Luft (1.226 kg/m3)
cd  Luftwiderstandsbeiwert (0.05)
vf [m/s]: Vertikale Fallgeschwindigkeit Hagelkorn (ohne Windeinfluss)
vh [m/s]: Horizontale Geschwindigkeit Hagelkorn infolge Windeinfluss
vw [m/s]: Windgeschwindigkeit (Böen)
vfw [m/s]: Fallgeschwindigkeit Hagelkorn mit Windeinfluss
vAS [m/s]: angenäherte kleinste Schädigungsgeschwindigkeit (Labor)
T [h]: Hageldauer
a [m]: Akkumulationshöhe
qa [N/m2]: Auflast der Hagelablagerung
m [kg]: Masse einer Einzellast
Ek [J]: Kinetische Energie eines Hagelkorns
ET [J/m2]: Totale kinetische Hagelenergie pro Teilfläche und Ereignis
HW ­ Hagelwiderstandsklassen (Werte 1-5)
g [m/s2]: Erdbeschleunigung (10 m/s2)

 

Gefährdungsbilder

Bei Hagel gibt es gibt im Wesentlichen zwei Gefährdungsbilder: Ohne Wind wirkt der Hagelschlag primär auf die Dachflächen ein, mit Wind (Normalfall) zusätzlich auf windzugewandte Dach- und Fassadenflächen.

Einwirkungen

Kinetische Energie eines Hagelkorns

Die kinetische Energie eines frei fallenden Hagelkorns berechnet sich wie folgt:

`E_k = 0.5mv_f^2 [J]`

Vertikale Fallgeschwindigkeit eines Hagelkorns ohne Windeinfluss

Die Fallgeschwindigkeit vf der Hagelkörner kann anhand der nachfolgenden Formel abgeschätzt werden mit dem Hagelkorndurchmesser d in [mm] als massgebende Eingangsgrösse:

`v_f = ((4rho_hdg)/(3rho_lc_d))^(1/2)`

Zu erwartende Endgeschwindigkeiten, Massen und Energien für verschiedene Korndurchmesser (Strömungswiderstand Luft: cd = 0.50, Dichte der Luft ρl = 1.226 kg/m3, Dichte des Hagelkorns ρh = 870 kg/m3):

Übersicht Endgeschwindigkeiten, Massen und Energien

Horizontale Geschwindigkeit eines Hagelkorns infolge Windeinflusses

Aufgrund von realen Fallgeschwindigkeitsanalysen ist bekannt, dass die horizontale Geschwindigkeit der Hagelkörner im Mittel rund einen Drittel der vertikalen Fallgeschwindigkeit beträgt. Je nach Grösse der Sturmböen sind höhere horizontale Geschwindigkeiten möglich. Gemäss den Ausführungen in der Rubrik Sturm ist ersichtlich, dass kugelförmige Trümmer eine horizontale Geschwindigkeit von einem Drittel der Windgeschwindigkeit (Böen) annehmen können.

Die Auflast der Hagelablagerung auf Bauten ist:

`Q_a = arho_hg [N/m^2]`

Die Auflast durch Hagelablagerungen ist in der Regel kleiner als die Bemessungslast infolge Schnee (SIA-Norm 261).

Totale Hagelenergie

In der Meteorologie und Landwirtschaft wird sehr oft die totale Hagelenergie pro m2 sämtlicher Hagelkörner während eines Ereignisses in [J/m2]  als weiterer Parameter zur Beschreibung der Hagelintensität verwendet. Diese totale Hagelenergie kann anhand von Radardaten oder auch nachträglich, aufgrund der Anzahl Einschläge, Korngrössen und Windrichtung, abgeschätzt werden.

Schadenarten/-ursachen

Bei Hagelereignissen ohne Wind tritt die Hauptschadenlast an Dächern und Zusatzelementen auf und es werden nur wenige Schäden an der Fassade verzeichnet.

Hagelschlag kann die Baumaterialien der Gebäudehülle durch Oberflächen-, Form- oder Strukturschäden beeinträchtigen. Diese drei Schadenklassen sind nachfolgend charakterisiert und illustriert.

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Schadenklassen bei Hagel

Oberflächenschäden infolge Hagel

Oberflächenschaden (Farbabtragung) infolge Hagel. (Bildquelle: AGV)
Oberflächenschaden (Abschlagung) infolge Hagel an einem Putz. (Bildquelle: AGV)

Formschäden infolge Hagel

Strukturschaden (Verbiegung) von Lamellenstoren infolge Hagel. (BIldquelle: AGV)
Formschaden infolge Hagel bei einem Rolladen. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden (Dellen) infolge Hagel. (Bildquelle: AGV)

Strukturschäden infolge Hagel

Strukturschaden infolge Hagel an einer Bedachung. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden infolge Hagel an Oberlichtern. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden infolge Hagel aneinem Oberlicht. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden (Absplitterung) infolge Hagel an Ziegeln. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden (Absplitterung) infolge Hagel an Ziegeln. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden (Perforation) infolge Hagel eines Dachfensters. (Bildquelle: AGV)
Strukturschaden (innerer Bruch) infolge Hagel an Dachfenstern. (Bildquelle: AGV)

Schutzmassnahmen

Mit hagelsicheren Baumaterialien kann die Gebäudehülle sehr gut vor Hagelschlag geschützt werden. Als Richtgrösse wird ein minimaler Hagelwiderstand von HW3 empfohlen (siehe Hagelregister). Zudem sollten sensible Bauteile wie Lamellenstoren oder Kunststoffe nie direkt dem Hagel ausgesetzt sein. Vorschläge für Schutzmassnahmen zu einzelnen Bauteilen und zum konzeptionellen Vorgehen: Gebäudeschutz

Normen und Richtlinien

Allgemeine Bau- und Tragwerksnormen

Allgemein

SIA 480 (2016): Wirtschaftlichkeitsrechnung für Investitionen im Hochbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Zürich.

Tragwerksnormen

SIA 260 (2013): Grundlagen der Projektierung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261 (2014): Einwirkungen auf Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261/1 (2003): Einwirkungen auf Tragwerke – Ergänzende Festlegungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Zürich.

SIA D 0188 (2006): Wind – Kommentar zum Kapitel 6 der Normen SIA 261 und 261/1 (2003) Einwirkungen auf Tragwerke. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Zürich.

SIA 269 (2011): Grundlagen der Erhaltung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269/1 (2011): Erhaltung von Tragwerken - Einwirkungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich

SIA 465 (1998): Sicherheit von Bauten und Anlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 469 (1997): Erhaltung von Bauwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

ISO 4354 (2009): Actions du vent sur les structures.

Bauproduktenormen mit Anforderungen betreffend Hagel (Auswahl)

Aussenwandsysteme

ÖNORM B 1300 (2012): Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude – Regelmässige Prüfroutinen im Rahmen von Sichtkontrollen und zerstörungsfreien Begutachtungen, Grundlagen und Checklisten.

Türen, Fenster, äussere Abschlüsse

SIA 329 (2012): Vorhangfassaden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.011 (2016): Vorhangfassaden – Stossfestigkeit – Leistungsanforderungen. (SN EN 14019). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331 (2012): Fenster und Fenstertüren. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.054 (1980): Prüfverfahren für Fenster – Mechanische Prüfungen. (SN EN 107). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.181 (2002): Glas im Bauwesen – Pendelschlagversuch – Verfahren für die Stossprüfung und die Klassifizierung von Flachglas. (SN EN 12600). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.308 (2002): Fenster und Türen – Mechanische Beanspruchung – Anforderungen und Einteilung. (SN EN 12400). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342 (2009): Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.016 (2015): Markisen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13561). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.017 (2015): Abschlüsse aussen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13659). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343 (2014): Türen und Tore. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.061 (1999): Türblätter – Ermittlung der Widerstandsfähigkeit gegen harten Stoss. (SN EN 950). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Dach- und Fassadenbekleidungsprodukte

SIA 232/1 (2011): Geneigte Dächer. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232/2 (2011): Hinterlüftete Bekleidung von Aussenwänden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/232 (2011): Allgemeine Bedingungen für geneigte Dächer und hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden – Vertragsbedingungen zu den Normen SIA 232/1:2011 und 232/2:2011. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.301+A1 (2014): Lichtdurchlässige, einschalige profilierte Platten aus Kunststoff für Innen- und Aussenanwendungen an Dächern, Wänden und DeckenAnforderungen und Prüfverfahren. (SN EN 1013+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.601+A1 (2016): Faserzement-Dachplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 492+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.602+A1 (2015): Faserzement-Wellplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 494+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.603+A1 (2016): Faserzement-Tafeln – Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 12467+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.105 (2013): Dach- und Formziegel - Begriffe und Produktspezifikationen. (SN EN 1304). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 243 (2008): Verputzte Aussenwärmedämmung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.353 (2006): Dachdeckungen – Dachlichtbänder aus Kunststoff mit oder ohne Ausetzkränzen - Klassifizierung, Anforderungen und Prüfverfahren (SN EN 14963).

SIA 271 (2007): Abdichtungen von Hochbauten. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 270 (2014): Abdichtungen und Entwässerungen - Allgemeine Grundlagen und Abgrenzungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281 (2013): Dichtungsbahnen. Kunststoff- Dichtungsbahnen, bitumenhaltige Dichtungsbahnen und Ton-Dichtungsbahnen. Produkte- und Baustoffprüfungen, Werkstoffbezeichnungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abdichtungsbahnen

SIA 289.307 (2012): Abdichtungsbahnen – Bitumen-, Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtungen – Bestimmung des Widerstandes gegen Hagelschlag. (SN EN 13583). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281.001 (2013): Abdichtungsbahnen – Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen - Definitionen und Eigenschaften (EN 13707).

SIA 280.101 (2012): Abdichtungsbahnen – Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtung – Definitionen und Eigenschaften (EN 13956).

Fugenabdichtungen

SIA V118/274 (2010): Allgemeine Bedingungen für Abdichtung von Fugen in Bauten – Vertragsbedingungen zur Norm Sia 274:2010. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 274 (2010): Abdichtung von Fugen in Bauten – Projektierung und Ausführung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Solarkollektoren

EN 12975-1+A1 (2011): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.

EN 12975-2 (2006): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 2: Prüfverfahren.

EN 12976-2 (2017): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Vorgefertigte Anlagen – Teil 2: Prüfverfahren.

EN 61215 (2006): Terrestrische kristalline Silizium-Photovoltaik-(PV)-Module – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 61215:2005).

EN 62108 (2008): Konzentrator-Photovoltaik(CPV)-Module und –Anordnungen – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 62108:2007).

Gewächshäuser

SIA 328.001 (2001): Gewächshäuser – Bemessung und Konstruktion – Teil 1: Kulturgewächshäuser. (SN EN 13031-1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abwassertechnik

VSS-102 (2002): Entwässerungsrinnen für Verkehrsflächen – Klassifizierung, Bau und Prüfungsgrundsätze, Kennzeichnung und Beurteilung der Konformität. (SN EN 1433)

SN 592 000 (2012): Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

SN 640 350 (2001): Oberflächenentwässerung von Strassen; Regenintensitäten. Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute VSS.

SIA 318 (2009): Garten- und Landschaftsbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/318 (2009): Allgemeine Bedingungen für Garten- und Landschaftsbau – Vertragsbedingungen zur Norm SIA 318:2009. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

EN 752 (2008): Entwässerungssysteme ausserhalb von Gebäuden.

Technische Richtlinien (Auswahl)

Allgemein

HEV (2016): Paritätische Lebensdauertabelle. Hauseigentümerverband Schweiz / Schweizerischer Mieterinnen und Mieterverband. (Online-Tool)

Dach

Fibrecem (2000): Richtlinien zur Planung und Ausführung von geneigten Dächern mit Faserzementprodukten. Schweizerischer Faserzement-Verband, Niederurnen

Suissetec (2003): Wegleitung für die Bemessung der Befestigung von Bekleidungen und Deckungen aus Dünnblech. Schweizerisches Spenglereigewerbe, Suissetec

VSZ (2002, 2. Auflage): Das Tonziegeldach. Verband Schweizerische Ziegelindustrie, Zürich (www.swissbrick.ch).

Entwässerung

Suissetec (2016): Richtlinie „Dachentwässerung“ . Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband, Suissetec. (auch als Web-App erhältlich)

Suissetec/VSA (2012): SN 592000:2012: Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

VSA (1996): Planung der Liegenschaftsentwässerung. Informationsforum der VSA Fachgruppe „Liegenschaftsentwässerung“, Olten.

VSA (2002): Regenwasserentsorgung: Richtlinie zur Versickerung, Retention und Ableitung von Niederschlagswasser in Siedlungsgebieten. Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute, Zürich. (Update 2008 zur Richtlinie)

Glas

SIGaB (2007): Sicherheit mit Glas. Dokumentation, Schweizerisches Institut für Glas am Bau, Schlieren.

Gewächshäuser

Deutsche Hagel (1984): Schadenerfahrungen mit Eindeckungsmaterialien von Gewächshäusern. Deutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, Nr. 12, Wiesbaden

Holz

EMPA (2009): Hagelwiderstand von Holzfassaden. Abschlussbericht Fonds zur Förderung der Wald- und Holzforschung, Projekt 2008.04. Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, Dübendorf

Lignum (2012): Holzbautabellen – Handbuch für die Bemessung. Lignum, Zürich. (Lignum-"Holzbautabellen 2" online)

Lignum (1999): Fassadenverkleidungen aus unbehandeltem Holz. Lignatec Nr. 8, ISSN 1421-0320, Zürich.

Bleche

Suissetec / VKF / SPF (2015): Merkblatt Hagelresistentes Bauen bei Spenglerarbeiten und Metalldeckungen.

Literatur

Allgemein

Egli, Th. (2007): Wegleitung Objektschutz gegen meteorologische Naturgefahren. Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern. (Download)

Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherer (2014): Prevent-Building – eine Methodik und ein Werkzeug zur Beurteilung der Wirksamkeit und Zumutbarkeit von Objektschutzmassnahmen an Gebäuden gegen gravitative und meteorologische Naturgefahren. Bericht Phase 1 mit Anpassungen aus Phase 2. Arbeitsgemeinschaft Prevent-Building: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Egli Engineering AG, Geotest AG, B,S,S,. Volkswirtschaftliche Beratung, Version 12.05.2014. (Download)

Suda J. und Rudolf-Miklau F. (Hrsg.) (2012): Bauen und Naturgefahren, Handbuch für konstruktiven Gebäudeschutz. Springer, Wien.

Staub, B. (2018): Massnahmen zum Schutz der Gebäudehülle gegen Sturm, Hagel, Regen und Schnee. FAN Agenda 2/2018. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Staub, B. (2017): Gebäudeschutz gegen Naturgefahren. FAN Agenda 2/2017. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Hagel

Andrews, K.E., Blong, R.J. (1997): March 1990 Hailstorm Damage in Sydney, Australia. Natural Hazards, 16: 113 – 125, Kluwer Academic Publishers, Dordrecht. DOI:10.1023/A:1007913508192.

Changnon, S.A (1977): The Scales of Hail. Journal of Applied Meteorology, Vol. 16, 626 – 648. DOI:10.1175/1520-0450(1977)016<0626:TSOH>2.0.CO;2.

Charlton, R.B., Kachman, B.M., Wojtiw, L. (1995): Urban Hailstorms: a View from Alberta. Natural Hazards, 12: 29 – 75, Kluwer Academic Publishers, Dordrecht. DOI:10.1007/BF00605280.

Eckhardt, A., Wörndle, P., Leonarz, M., Lattmann, P. (2007): Schadenpotenziale, Studie erstellt im Auftrag der Präventionsstiftung der kantonalen Gebäudeversicherungen, Bern.

Flüeler, P., Staudenmaier, A. (2005): Hagelwiderstand der Gebäudehülle – Archivdaten. Studie erstellt im Auftrag der Präventionsstiftung der kantonalen Gebäudeversicherungen, Bern.

Flüeler, P., Stucki, M. (2007): Hagelwiderstand der Gebäudehülle – experimentelle Ermittlung des Hagelwiderstandes, Studie erstellt im Auftrag der Präventionsstiftung der kantonalen Gebäudeversicherungen, Bern.

Haag E. (1997): Hail-Fall, Roofing and Impact Testing. Haag Engineering Co., Document No. 972-247-6444, Carrollton, Texas.

Kim, H., Keith T.K. (2000): Modeling Hail Ice Impact and Predicting Impact Damage Initiation in Composite Structures. American Institute of Aeronautics and Astronautics Journal, Vol. 38, No. 7. DOI:10.2514/2.1099.

Hohl, R.; Schiesser, H.H., Aller, D. (2002): Hailfall: the relationship between radar-derived hail kinetic energy and hail damage to buildings. Atmospheric Research, Vol. 63, P. 177 – 207, Elsevier. DOI:10.1016/S0169-8095(02)00059-5.

IBHS (2002): Is Your Home Protected From Hail Damage? A Homeowners Guide to Hail Retrofit. Institute for Business & Home Safety, Tampa.

IRV (2015): Ereignisanalyse Hagel 2011. Untersuchung des Hagelunwetters vom 12. / 13. Juli 2011 im Kanton Aargau. Interkantonaler Rückversicherungsverband IRV, Bern.

IRV (2012): Ereignisanalyse Hagel 2009. Untersuchung der Hagelunwetter vom 26. Mai und 23. Juli 2009. Interkantonaler Rückversicherungsverband IRV, Bern.

Leigh, R., Kuhnel, I. (2001): Hailstorm Loss Modelling and Risk Assessment in the Sydney Region. Natural Hazards, Vol. 24, Issue 2, P. 171 – 185, Dortrecht. DOI:10.1023/A:1011855801345.

Löwe, C. (1998): Freibewitterung von Lichtplatten aus Kunststoffen. Eine Langzeitstudie während elf Jahren. Chimia 52, Neue Schweizerische Chemische Gesellschaft, S. 182 - 192.

McMaster, H. (2001): Hailstorm Risk Assessment in Rural New South Wales. Natural Hazards, Vol. 24 Issue 2, P. 187 – 196, Dortrecht. DOI:10.1023/A:1011820206279.

Münchener Rück (1984): Hagel. Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft, München.

Paterson D.A., Sankaran, R. (1994): Hail impact on building envelopes. Journal of Wind Engineering and Industrial Aerodynamics, No. 53, S. 229 – 246.

Risk Frontiers Australia: http://www.es.mq.edu.au/NHRC/web/scales/scalespage12.htm, Datum: 02.12.2002.

SIGaB (2007): Sicherheit mit Glas. Dokumentation, Schweizerisches Institut für Glas am Bau, Schlieren.

Schiesser, H.H. (1988): Fernerkundung von Hagelschäden mittels Wetterradar. Remote Sensing Series, Geographisches Institut, Universität, Zürich.

Schiesser, H.H. (2006): Hagelstürme in der Schweiz: Wiederkehrperioden von schadenbringenden Hagelkorngrössen – eine Abschätzung. Studie erstellt im Auftrag der Präventionsstiftung der kantonalen Gebäudeversicherungen, Bern.

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