Sturm

Sturmschaden in Dallenwil mit «Domino-Effekt» (Bild: NSV)
Bildquelle: NSV

Grundlagen

Stürme können in der Schweiz überall auftreten und beachtliche Kräfte entwickeln. In Böen vervielfacht sich lokal die Kraft des Windes, z.B. auf Dächern und an Fassaden. Wenn sich Druck- und Sogkräfte überlagern, verstärken sich diese Kräfte zusätzlich – zum Beispiel an Dachvorsprüngen oder wenn das Gebäude nicht winddicht ist. Die Schweizer Baunormen verlangen eine gute Sturmfestigkeit.

Empfohlenes Schutzziel: Gebäude, Aussenwände und Dach halten dem 50-jährlichen Wind vollumfänglich stand, es gibt keine abgerissenen Bauteile (Referenzstaudruck gemäss SIA 261:2014/Anhang E).

Charakteristik schadenverursachender Winde

Winterstürme können in der gesamten Schweiz Böenspitzen von 140–200 km/h verursachen. In den Alpen können sie sogar Werte von 250 km/h überschreiten. Winterstürme verursachen die grössten Gebäudeschäden.

Die häufigsten Sturmereignisse in der Schweiz treten zusammen mit Gewittern auf – typischerweise im Sommer.

Der Föhn – ein meist heftiger Fallwind – kann Orkanstärke erreichen mit Böenspitzen von 130-160 km/h (in Kammlagen sogar über 250 km/h).

Tornados treten auch in der Schweiz auf, häufig in Gewitterzellen und zusammen mit Hagel. Sie treten meist sehr lokal auf, in der Schweiz vor allem im Jura und in der Nordschweiz, nicht jedoch im Alpenraum.

Tornado im Jura.
Tornado im Jura.
Das räumliche Schadengebiet ist bei Tornados eng begrenzt. Pro betroffenes Objekt sind hohe Schäden möglich.
Das räumliche Schadengebiet ist bei Tornados eng begrenzt. Pro betroffenes Objekt sind hohe Schäden möglich.

Fachbegriffe

Die Windgeschwindigkeit ist vom lokalen Klima und vom topographischen Gebäudestandort (Kammlage, Seeufer), von den lokalen Bebauungsverhältnissen (freies Feld, Stadtgebiet) und von der Bezugshöhe (Höhe über Grund) abhängig.

Die Hauptwindrichtung bezeichnet die Himmelsrichtung, aus welcher der Wind am häufigsten weht. Sie kann sich regional und lokal stark unterscheiden: bei Föhnwinden meist Nord (Alpensüdseite) oder Süd (Alpennordseite), Bise aus Nord-Nordost-Ost, Winterstürme aus Nordwest-Südwest.

Böe: Windspitze von wenigen Sekunden Dauer stellen eine besondere Belastung für Bauwerke dar. Sie können Schwingungen und Vibrationen verursachen.

Die Sturmgefährdung in der Schweiz: Böenspitzen 50, 100 und 300-jährlich

Legende
Legende

Hinweis: Die Karten zeigen die regionale Gefährdung durch Böenspitzen bei Winterstürmen. Nicht berücksichtigt sind lokale Effekte sowie Sommerstürme und Gewitterböen. Die Werte für Böenspitzen sind deshalb weder als punktgenaue, exakte Werte zu interpretieren noch ersetzen sie standortspezifische Gutachten. Vor allem für exponierte, hochalpine Standorte werden die Böenspitzen unterschätzt.

Sturmwindskalen: Windstärke und mögliche Schäden

Die Skalenwerte sind gemittelte Windgeschwindigkeiten (Mittelwerte über 10 Minuten) und nicht Böenspitzen. Die Beaufort-Skala ist in 13 Stufen unterteilt. Ab 75 km/h wird ein Wind als Sturm bezeichnet. Dann können auch mittelgrosse Gegenstände in Bewegung geraten oder Ziegel vom Dach gehoben werden. Winde mit über 118 km/h entsprechen der höchsten Skalenstufe der „Orkane“ und können schwere Verwüstungen mit sich bringen.

Die Beaufort-Skala (Mittelwerte über 10 Minuten)
Zusammenhang mittlerer Wind - Böenspitzen

Böen erreichen im Mittelland resp. Alpenvorland Werte über 150 km/h, in Kammlagen des Alpenraums Spitzen von über 250 km/h. Die Torro Sturmwind-Skala beschreibt mögliche Schadenwirkungen in einem Bereich von 75 bis 500 km/h:

Torro-Sturmwindskala (Sturmböen in Mitteleuropa, Dotzek et al. 2000)
Vergleich Warnstufen MeteoSchweiz und Wetter-Alarm

Bemessung zum Schutz vor Wind

Die Ermittlung der Windeinwirkung erfolgt gemäss den SIA-Normen (insbes. SIA 261). Dazu braucht es Angaben zum sog. Referenzstaudruck, zur Hauptwindrichtung und zu den lokalen Windverhältnissen. Zudem kommen Werte wie Standort, Gebäudehöhe und -form sowie Sicherheitsfaktoren hinzu. Diese Werte sind durch eine Fachperson zu ermitteln.

Projektverfasser sind gut beraten, von ihren Baupartnern den Nachweis zur Einhaltung der SIA-Normen zu verlangen. Viele Schadenfälle sind auf mangelhafte, fehlende Nachweise oder auf ungenügende Verbindungen zurückzuführen. Deshalb ist es wichtig, dass das schwächste Glied („die letzte Schraube“) diesen Normen entspricht.

Gefährdungsbilder

Wirkung von Wind auf Gebäude

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Gefährdungsbild 1: Gebäude dicht (kein Innendruck)

Von aussen wirken Druck- und Sogkräfte auf Fassaden und Dächer in Abhängigkeit von Windrichtung und Geschwindigkeit.

Gefährdungsbild 2: Gebäude undicht (Innendruck und Innensog)

Beträgt der Anteil der Öffnungen in einer Ansicht mehr als 5 % der Fläche, gilt das Gebäude als offen. Öffnungen sind Belüftungsöffnungen, Lüftungsschlitze, Tore und Fenster (wenn geöffnet), Lichtbänder und ähnliches.

Ein geöffnetes Fenster oder eine nicht geschlossene Türe verursachen Innendruck oder Innensog. Besonders ungünstig ist, wenn sich gleichgerichtete Druck- und Sogkräfte überlagern.

Situationen mit Innendruck und Innensog
Situationen mit Innendruck und Innensog

Gefährdungsbild 3: Dachüberstände

Bei Dachüberständen von Steildächern überlagern sich auf der windabgewandten Seite Druckkräfte von unten sowie Sogkräften von oben. Bei Dachüberständen von Flachdächern ist dies beidseitig der Fall.

Gefährdungsbild 4: Anprall von Trümmern

Prallen Trümmer auf die Gebäudehülle, können sie ein Gebäude gefährden. Wird es undicht, sind Personen stärker gefährdet. Die Energie des Aufpralls ist abhängig von der Trümmermasse und -geschwindigkeit.

Anprall von Trümmern
Anprall von Trümmern

Gefährdungsbild 5: Aufprall eines Baumes

Umstürzende Bäume gefährden Dach und Balkone, können aber auch ins Gebäudeinnere eindringen. Die Energie des Aufpralls ist abhängig von der Fallhöhe und von der Masse des Baumes.

Aufprall eines Baumes
Aufprall eines Baumes

Schadenarten/-ursachen

Versagen der Gebäudehülle

Besonders Verbindungen von Dach und Fassade halten den Sogkräften nicht stand. Das kann zu zahlreichen Gebäudeschäden führen.

Versagen der Dachkonstruktion

Das Versagen von ganzen Dachkonstruktionen ist oft auf spezielle Windverhältnisse zurückzuführen, z.B. an einer exponierten Lage auf einer grossen Ebene. Bei Neubauten sind meist konstruktive Mängel dafür verantwortlich.

Der häufigste Grund für Schäden an Bedachungssystemen bei Neubauten oder Umbauten ist die fehlende Kraftübertragung in die tragende Unterkonstruktion:

  • Nicht ausreichende und falsche mechanische Befestigung der Bedachung auf der Unterkonstruktion, im Eck- und Randbereich, aber auch im Mittelbereich der Dachfläche
  • Falsche Klebung zwischen Bedachung und Wärmedämmung bzw. zwischen Wärmedämmung und Unterkonstruktion
  • Nicht ausreichende oder falsche Dachanschlüsse bzw. Dachrandeinfassungen
  • Vernachlässigung des Gebäudeinnendrucks und der Verankerung der Randelemente

Die Verwendung von Nägeln mit glatter Oberfläche anstelle von Schrauben oder zumindest Rillen- oder Schraubennägel führte bei diesem Blechfalzdach zum Totalschaden.

Verwendung von Nägeln mit glatter Oberfläche

Die Verbindungen zwischen Dachhaut und Schalung, zwischen Schalung und Konterlatten, sowie zwischen Konterlatten und Sparrenpfetten werden oftmals nicht rechnerisch überprüft. Der Bauherr bzw. sein Vertreter ist aufgefordert diesen Nachweis explizit vom Projektleiter resp. des hiermit betrauten Fachmannes zu verlangen.

Verbindungen zwischen Dachhaut und Schalung

Dieses Dach eines Neubaus wurde infolge einer unzureichenden Befestigung zwischen Konterlatten und Sparrenpfetten abgehoben und auf den Vorplatz geworfen (Personengefährdung!).

unzureichenden Befestigung zwischen Konterlatten und Sparrenpfetten

Vordächer ohne Deckunterlage sind der Windbeanspruchung aus Druck und Sog schon bei geringeren Windgeschwindigkeiten nicht gewachsen.

Vordächer ohne Deckunterlage

Abheben des Gebäudes

Vor allem bei Leichtbauten kann es vorkommen, dass das gesamte Gebäude oder Teile davon abheben.

Versagen des gesamten Tragwerkes

Das Versagen des gesamten Tragwerkes stellt in der Schweiz eine Ausnahme dar.

Die offene Holzbaute hielt der Belastung durch den Orkan Lothar nicht stand. Die Überlagerung von Innendruck und Sogkräften führte zum Versagen der Tragkonstruktion. Es ist davon auszugehen, dass die Konstruktion nicht oder ungenügend auf Wind ausgelegt war.

Innendruck

Schäden durch Innendruck in Gebäuden sind in der Schweiz selten.

Ein Fenster hielt der Belastung durch den Winddruck des Tornados nicht stand. Als Folge davon kam es zu grossem Innendruck, der die Türe aus der Verankerung riss.

Vernachlässigter Unterhalt

Schwachstellen bilden sich, wenn der Unterhalt von Dächern, Fassaden, Türen, Klappläden, Storen und Fenstern vernachlässigt wird. Die häufigsten Mängel sind fehlende oder defekte Ziegel, fehlende Sturmklammern, undichte Stellen am Dach, faulende Ort- und Traufbretter, defekte Kaminhüte sowie defekte Fassaden. Solche Kleinschäden können grössere Folgeschäden verursachen.

Unsachgemässer Umbau

Bei Veränderungen an tragenden Wänden oder Stützen kann das statische Gleichgewicht gestört werden. Oft werden wichtige Teile der Gebäudeaussteifung geschwächt oder entfernt und kräftemässig nicht mehr ausgeglichen. So entstehen zusätzliche Belastungen auf bestehende Bauteile, die bei der ursprünglichen Bemessung nicht berücksichtigt wurden.

Schutzmassnahmen

Wer die Baunormen konsequent einhält, schützt Tragwerk und Gebäudehülle ausreichend vor Sturm (siehe Schutzziele). Fragen zur Bemessung gemäss SIA-Norm 261 muss eine Fachperson (z.B. Bauingenieur) klären. Die Baunormen sind "bis zur letzten Schraube" einzuhalten. Verlangen Sie die entsprechenden Nachweise von Ihren Baupartnern. Viele Schäden sind auf mangelhafte oder fehlende Nachweise oder auf ungenügende Berücksichtigung der Schnittstellen zurückzuführen.

Vorschläge für Schutzmassnahmen zu einzelnen Bauteilen sowie zum konzeptionellen Vorgehen: Gebäudeschutz.

Normen und Richtlinien

Allgemeine Bau- und Tragwerksnormen

Allgemein

SIA 480 (2016): Wirtschaftlichkeitsrechnung für Investitionen im Hochbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Zürich.

Tragwerksnormen

SIA 260 (2013): Grundlagen der Projektierung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261 (2014): Einwirkungen auf Tragwerke. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261/1 (2003): Einwirkungen auf Tragwerke – Ergänzende Festlegungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Zürich.

SIA D 0188 (2006): Wind – Kommentar zum Kapitel 6 der Normen SIA 261 und 261/1 (2003) Einwirkungen auf Tragwerke. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Zürich.

SIA 269 (2011): Grundlagen der Erhaltung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269/1 (2011): Erhaltung von Tragwerken - Einwirkungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich

SIA 465 (1998): Sicherheit von Bauten und Anlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 469 (1997): Erhaltung von Bauwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

ISO 4354 (2009): Actions du vent sur les structures.

Bauproduktenormen mit Anforderungen betreffend Wind (Auswahl)

Aussenwandsysteme

EN 12865 (2001): Wärme- und feuchteschutztechnisches Verhalten von Bauteilen – Bestimmung des Widerstandes des Aussenwandsystems gegen Schlagregen bei pulsierendem Luftdruck

EN ISO 15927-3 (2009): Wärme- und feuchteschutztechnisches Verhalten von Gebäuden – Berechnung und Darstellung von Klimadaten – Teil 3: Berechnung des Schlagregenindexes für senkrechte Oberflächen aus stündlichen Wind- und Regendaten (ISO 15927-3:2009)

ÖNORM B 1300 (2012): Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude – Regelmässige Prüfroutinen im Rahmen von Sichtkontrollen und zerstörungsfreien Begutachtungen, Grundlagen und Checklisten.

Türen, Fenster, äussere Abschlüsse

SIA 329 (2012): Vorhangfassaden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.005 (2000): Vorhangfassaden – Widerstand gegen Windlast – Prüfverfahren. (SN EN 12179). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.008 (2001): Vorhangfassaden – Widerstand gegen Windlast – Leistungsanforderungen. (SN EN 13116). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.011 (2016): Vorhangfassaden – Stossfestigkeit – Leistungsanforderungen. (SN EN 14019). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331 (2012): Fenster und Fenstertüren. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.051 (2016): Fenster und Türen – Windwiderstandsfähigkeit – Prüfverfahren. (SN EN 12211). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.054 (1980): Prüfverfahren für Fenster – Mechanische Prüfungen. (SN EN 107). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.181 (2002): Glas im Bauwesen – Pendelschlagversuch – Verfahren für die Stossprüfung und die Klassifizierung von Flachglas. (SN EN 12600). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA.331.303 (2016): Fenster und Türen – Widerstandsfähigkeit bei Windlast – Klassifizierung. (SN EN 12210). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.308 (2002): Fenster und Türen – Mechanische Beanspruchung – Anforderungen und Einteilung. (SN EN 12400). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Ift – Richtlinie FE-05/2 (2005): Einsatzempfehlungen für Fenster und Aussentüren; Richtlinie zur Ermittlung der Mindestklassifizierung in Abhängigkeit der Beanspruchung; Teil 1 Windwiderstand, Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit.

Ift – Richtlinie AB-01/1 (2006): Widerstand gegen Windlasten. Einsatzempfehlung für äussere Abschlüsse. Richtlinien zur Auwahl geeigneter Windklassen nach EN 13659.

ISO 15821 (2007): Türen, Türelemente und Fenster – Prüfung der Schlagregendichtheit unter dynamischem Druck – unter Zyklonbedingungen.

ISO 16932 (2016): Glas im Bauwesen – Sturmwindhemmende Sicherheitsverglasung – Prüfverfahren und Klassifizierung.

SIA 342 (2009): Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.003 (2013): Abschlüsse und Markisen – Widerstand gegen Windlast – Prüfverfahren und Nachweiskriterien. (SN EN 1932). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.016 (2015): Markisen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13561). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.017 (2015): Abschlüsse aussen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13659). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343 (2014): Türen und Tore. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.061 (1999): Türblätter – Ermittlung der Widerstandsfähigkeit gegen harten Stoss. (SN EN 950). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.101 (2000): Tore – Widerstand gegen Windlast – Klassifizierung. (SN EN 12424). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.108 (2000): Tore – Widerstand gegen Windlast – Prüfung und Berechnung. (SN EN 12444). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Dach- und Fassadenbekleidungsprodukte

SIA 232/1 (2011): Geneigte Dächer. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232/2 (2011): Hinterlüftete Bekleidung von Aussenwänden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/232 (2011): Allgemeine Bedingungen für geneigte Dächer und hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden – Vertragsbedingungen zu den Normen SIA 232/1:2011 und 232/2:2011. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.301+A1 (2014): Lichtdurchlässige, einschalige profilierte Platten aus Kunststoff für Innen- und Aussenanwendungen an Dächern, Wänden und DeckenAnforderungen und Prüfverfahren. (SN EN 1013+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.601+A1 (2016): Faserzement-Dachplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 492+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.602+A1 (2015): Faserzement-Wellplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 494+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.603+A1 (2016): Faserzement-Tafeln – Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 12467+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.105 (2013): Dach- und Formziegel - Begriffe und Produktspezifikationen. (SN EN 1304). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.701 (2004): Bestimmung des Abhebewiderstandes von verlegten Dachziegeln und Dachsteinen – Prüfverfahren für Dachsysteme. (SN EN 14437). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 243 (2008): Verputzte Aussenwärmedämmung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.353 (2006): Dachdeckungen – Dachlichtbänder aus Kunststoff mit oder ohne Ausetzkränzen - Klassifizierung, Anforderungen und Prüfverfahren (SN EN 14963).

SIA 271 (2007): Abdichtungen von Hochbauten. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 270 (2014): Abdichtungen und Entwässerungen - Allgemeine Grundlagen und Abgrenzungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281 (2013): Dichtungsbahnen. Kunststoff- Dichtungsbahnen, bitumenhaltige Dichtungsbahnen und Ton-Dichtungsbahnen. Produkte- und Baustoffprüfungen, Werkstoffbezeichnungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abdichtungsbahnen

SIA 289.307 (2012): Abdichtungsbahnen – Bitumen-, Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtungen – Bestimmung des Widerstandes gegen Hagelschlag. (SN EN 13583). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281.001 (2013): Abdichtungsbahnen – Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen - Definitionen und Eigenschaften (EN 13707).

SIA 280.101 (2012): Abdichtungsbahnen – Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtung – Definitionen und Eigenschaften (EN 13956).

Fugenabdichtungen

SIA V118/274 (2010): Allgemeine Bedingungen für Abdichtung von Fugen in Bauten – Vertragsbedingungen zur Norm Sia 274:2010. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 274 (2010): Abdichtung von Fugen in Bauten – Projektierung und Ausführung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Solarkollektoren

EN 12975-1+A1 (2011): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.

EN 12975-2 (2006): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 2: Prüfverfahren.

EN 12976-2 (2017): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Vorgefertigte Anlagen – Teil 2: Prüfverfahren.

EN 61215 (2006): Terrestrische kristalline Silizium-Photovoltaik-(PV)-Module – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 61215:2005).

EN 62108 (2008): Konzentrator-Photovoltaik(CPV)-Module und –Anordnungen – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 62108:2007).

Gewächshäuser

SIA 328.001 (2001): Gewächshäuser – Bemessung und Konstruktion – Teil 1: Kulturgewächshäuser. (SN EN 13031-1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Technische Richtlinien (Auswahl)

Allgemein

HEV (2016): Lebensdauertabelle von Wohnungseinrichtungen. Hauseigentümerverband Schweiz / Schweizerischer Mieterinnen und Mieterverband. (Online-Tool)

Dach

Fibrecem (2000): Richtlinien zur Planung und Ausführung von geneigten Dächern mit Faserzementprodukten. Schweizerischer Faserzement-Verband, Niederurnen.

Suissetec (2003): Wegleitung für die Bemessung der Befestigung von Bekleidungen und Deckungen aus Dünnblech. Schweizerisches Spenglereigewerbe, Suissetec

VSZ (2002, 2. Auflage): Das Tonziegeldach. Verband Schweizerische Ziegelindustrie, Zürich (www.swissbrick.ch).

Glas

SIGaB (2007): Sicherheit mit Glas. Dokumentation, Schweizerisches Institut für Glas am Bau, Schlieren.

Sonnen- und Wetterschutz

VSR (2010): VSR Merkblatt über den Einfluss der Windgeschwindigkeiten auf Sonnen- und Wetterschutz-Systeme. Verband Schweiz. Anbieter von Sonnen- und Wetterschutz-Systemen, Zürich. (www.storen-vsr.ch)

Gewächshäuser

Deutsche Hagel (1984): Schadenerfahrungen mit Eindeckungsmaterialien von Gewächshäusern. Deutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, Nr. 12, Wiesbaden.

Holz

Lignum (2012): Holzbautabellen – Handbuch für die Bemessung. Lignum, Zürich. (Lignum-"Holzbautabellen 2" online)

Lignum (1999): Fassadenverkleidungen aus unbehandeltem Holz. Lignatec Nr. 8, ISSN 1421-0320, Zürich.

Gerüste / Krane

SUVA (2011): Checkliste Fassadengerüste. Bestellnummer: 67038.d, Suva, Luzern.

SUVA (2007): Checkliste Krane auf Baustellen. Bestellnummer: 67116.d, SUVA, Luzern.

SUVA (2014): Checkliste für Kranführer von Turmdrehkranen. Bestellnummer: 88179.d, SUVA, Luzern.

Literatur

Allgemein

Egli, Th. (2007): Wegleitung Objektschutz gegen meteorologische Naturgefahren. Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern. (Download)

Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherer (2014): Prevent-Building – eine Methodik und ein Werkzeug zur Beurteilung der Wirksamkeit und Zumutbarkeit von Objektschutzmassnahmen an Gebäuden gegen gravitative und meteorologische Naturgefahren. Bericht Phase 1 mit Anpassungen aus Phase 2. Arbeitsgemeinschaft Prevent-Building: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Egli Engineering AG, Geotest AG, B,S,S,. Volkswirtschaftliche Beratung, Version 12.05.2014. (Download)

Suda J. und Rudolf-Miklau F. (Hrsg.) (2012): Bauen und Naturgefahren, Handbuch für konstruktiven Gebäudeschutz. Springer, Wien.

Staub, B. (2018): Massnahmen zum Schutz der Gebäudehülle gegen Sturm, Hagel, Regen und Schnee. FAN Agenda 2/2018. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Staub, B. (2017): Gebäudeschutz gegen Naturgefahren. FAN Agenda 2/2017. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Wind

Ambrose, J., Vergun, D. (1997): Simplified building design for wind and earthquake forces. John Wiley & Sons, Third Edition, New York. ISBN: 978-0-471-19211-4.

Dotzek et al. (2000): Die Bedeutung von Johannes P. Letzmanns “Richtlinien zur Erforschung von Tromben, Tornados, Wasserhosen und Kleintromben“ für die heutige Tornadoforschung. Meteorologische Zeitschrift, 9, 165-174.

Dyrbye, C., Hansen, S.O. (1997): Wind loads on structures. John Wiley and Sons, Chichester.

FEMA (1999): Midwest Tornado of May 3, 1999 – Observations, Recommendations, and Technical Guidance. Building Performance Assessment Report, FEMA 342. Federal Emergency Management Agency, Washington.

FEMA (2000): Design and Construction Guidance for Community Shelters. Federal Emergency Management Agency, No. 361, Washington.

Gerhardt, H.J. (2005): Windschäden. Schadenfreies Bauen, Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart.

GDV (2000): Sturm – Eine Gefahr für bauliche Anlagen. Planungs- und Ausführungshinweise zur Schadenverhütung. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, VdS Schadenverhütung, VdS 2389, Köln.

GDV (2000): Sturm – Eine Gefahr für das Dach. Merkblatt zur Schadenverhütung. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, VdS Schadenverhütung, VdS 2089, Köln.

Holmes, J.D. (2015): Wind loading of structures. Spon Press, London.

Janser, F. (1995): Windbeanspruchung belüfteter Aussenwände. Dissertation an der Technischen Universität, Berlin.

Lawson, T. (2001): Building Aerodynamics. Imperial College Press, London.

Lee, B.E., Wills, J. (2002): Vulnerability of Fully Glazed High-Rise Buildings in Tropical Cyclones. Journal of Architectural Engineering, Vol. 8, No.2, American Society of Civil Engineers, Reston.

Massong, F. (1998): Statik am Dach: Grundlagen, praktische Anwendung und Berechnungshilfen. Verlag Rudolf Müller, Köln.

Melaragno, M. (1996): Severe Storm Engineering for Structural Design. Gordon and Breach Science Publishers, United States.

Minor, J.E. (2002): Formal Engineering of Residential Buildings. Journal of Architectural Engineering, Vol. 8, No.2, American Society of Civil Engineers, Reston.

Ruscheweyh, H. (1982): Dynamische Windwirkung an Bauwerken. Band1: Grundlagen, Band 2: Praktische Anwendungen, Bauverlag GmbH, Wiesbaden / Berlin.

Schlüter, F.-H., Gerold, M. (2003): Auslegung von Gebäudestrukturen gegen Baumwurf, VDI-Baudynamik. Kassel.

Schunck, E., Oster, H.J., Barthel, R., Kiessl, K. (2002): Dach Atlas – Geneigte Dächer. Birkhäuser Verlag, 4. Auflage, Basel.

Simiu, E., Scanlan, R.H. (1996): Wind effects on structures – fundamentals and applications to design. Third Edition, John Wiley & Sons, Third Edition, New York.

Sockel, H. (1984): Aerodynamik der Bauwerke. Vieweg & Sohn, Braunschweig.

Weidmann, M. (2010): Sicherheit von Dächern und Fassaden bezüglich schadenverursachendem Wind. Projekt "Schadensverminderung an Gebäudehüllen unter extremer Windeinwirkung" - Synthesebericht für Architekten, Bauherren und Gebäudeeigentümer. Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherungen, Bern.

Wills, J.A.B., Lee, B.E., Wyatt, T.A. (2002): A model of wind-borne debris damage. Journal of Wind Engineering and Industrial Aerodynamics, Vol. 90, S. 555 – 565, Elsevier Science Ltd., Amsterdam. doi: 10.1016/S0167-6105(01)00197-0

Zimmerli, B., Hertig, J.A. (2006): Wind – Kommentar zum Kapitel 6 der Normen SIA 261 und 261/1 (2003) Einwirkungen auf Tragwerke. Dokumentation D 0188, SIA, Zürich

Zuranski, J.A. (1978): Windeinflüsse auf Baukonstruktionen. Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, 2. Auflage, Köln