Starker Regen bzw. Oberflächenabfluss

Oberflächenabfluss (Bild: VKF)
Bildquelle: VKF

Grundlagen

Charakterisierung

Intensive Regenfälle können durch das oberflächliche Zufliessen und Ansammeln von Wasser (Oberflächenwasser) zur Überschwemmung von Grundstücken und zu Wassereintritt ins Gebäude führen. Eine Überschwemmung muss also nicht zwingend durch das Ausufern eines Fliessgewässers/Sees oder durch aufsteigendes Grundwasser verursacht sein. Die Bildung von Oberflächenwasser kann kleinräumig auf einzelnen Parzellen oder grossräumig erfolgen. Da im Ereignisfall keine Zeit bleibt für eine Reaktion, bieten nur permanente Massnahmen einen zuverlässigen Schutz vor starkem Regen und Oberflächenabfluss.

Im Resultat können ausufernde Bäche und Oberflächenwasser sehr ähnlich sein und die betroffenen Gebäude vor die gleichen Herausforderungen stellen. Durch Rinnenbildung kann sich das beteiligte Einzugsgebiet ändern und eine Konzentration der Abflüsse auf einen schmalen Korridor einstellen. Die Landnutzung/ -bewirtschaftung hat einen grossen Einfluss auf die Abflussbildung. Furchen können hierbei je nach Ausrichtung die Abflussbildung verstärken (Furchen hangabwärts) als auch verzögern (Furchen quer zum Hang).

Niederschlagsintensität und Niederschlagsdauer

Trifft Starkniederschlag auf verdichtete, wassergesättigte oder gefrorene Böden, so ist die Infiltration gehemmt und Wasser fliesst an der Bodenoberfläche ab. Bei Strassen und Plätzen ist die Infiltrationshemmung künstlich bedingt. Die Entwässerung solcher Plätze wird in der Schweiz auf Regenereignisse der Wiederkehrdauer von 5 bis 10 Jahren ausgelegt, weshalb bei selteneren Ereignissen mit Oberflächenabfluss zu rechnen ist.

Neben der Niederschlagsintensität spielen die Niederschlagsdauer und die Vorgeschichte (Niederschläge der letzten Tage vor dem Ereignis) eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Oberflächenabfluss. Bei natürlichen Böden tritt nach der Füllung der obersten Bodenschicht der Oberflächenabfluss auf. Dies ist vor allem bei flachgründigen oder feucht-nassen Böden mit geringem Speichervermögen sehr rasch der Fall. Bei mittelgründigen Böden tritt die Sättigung erst nach längerer Niederschlagsdauer auf.

Der Ausfluss von Wasser aus gesättigten Bodenschichten kann flächig oder in Form von lokalen Quellen erfolgen. Wechseln sich in der Fläche gut durchlässige Böden mit gering durchlässigen Böden ab, so kann dort im Untergrund abfliessendes Wasser an die Oberfläche austreten.

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Fachbegriffe

Starkniederschläge lassen sich nur kurzfristig vorhersagen und die Abflussbildung erfolgt äusserst rasch. Deshalb ist die Vorwarnzeit d.h. die Dauer von der Gefahrenerkennung bis zum Überschwemmungsbeginn, sehr kurz. Dies bedeutet, dass im Ereignisfall keine Zeit für eine Reaktion verbleibt und ausschliesslich permanente Schutzmassnahmen gegen Oberflächenabfluss vorzusehen sind. 

Die Rückstauebene ist die höchste Ebene, bis zu der das Wasser in einer Entwässerungsanlage ansteigen kann. Es wird unterschieden zwischen: a) errechneter Rückstauebene gemäss Generellem Entwässerungsplan GEP und b) maximal möglicher Rückstauebene. Letztere entspricht der Überschwemmungshöhe nach einem starken Regen.

Die Fliessgeschwindigkeit kann bei Überschwemmungen in steilerem Gelände (≥ 5-10%) über 2 m/s erreichen. So hohe Geschwindigkeiten treten insbesondere entlang kanalisierter Bereiche auf (z.B. Strassenzüge und Trockenrinnen). In flacherem Gelände (< 2%) reduziert sich die Geschwindigkeit auf deutlich unter 2 m/s.

Die Anstiegsgeschwindigkeit beschreibt die Schnelligkeit, mit der das Wasser bei Überschwemmungen ansteigt. Dieser Wert ist entscheidend für die Einschätzung der Bedrohung von Personen in und ausserhalb von Gebäuden. Bei Überschwemmungen wegen Verklausung (Verstopfung durch Schwemmgut bei Brücken, Durchlässen und Engstellen), bei Dammbrüchen oder der Verlagerung eines Gerinnes ist die Anstiegsgeschwindigkeit hoch.

Die Überschwemmungsdauer beginnt zum Zeitpunkt der Benetzung mit Wasser und endet, wenn sich das Wasser vollständig zurückzieht. Überschwemmungen infolge Oberflächenwasser dauern wenige Minuten bis Stunden, abgesehen von Geländemulden ohne Abfluss.

Grundlagendokumente und Datenquellen

Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz

Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss gibt Auskunft über die Abflusswege und zeigt jene Stellen, an denen sich das Wasser aufstauen könnte, z.B. in Mulden oder an Hindernissen.

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Legende
Legende

Vorsicht: Weil es sich bei der Gefährdungskarte um ein reines Modellierungsprodukt handelt, ist die korrekte Interpretation mit einer Plausibilisierung der Abflusswege vor Ort entscheidend. Kleinstrukturen wie Trottoir-Ränder oder Stellriemen, aber auch Unterführungen oder Durchlässe sind im Modell nicht berücksichtigt. Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz hat keine Rechtsverbindlichkeit. Sie ist eine fachtechnische Grundlage und hat hinweisenden Charakter. Weiterführende Informationen:

Erosionsrisikokarte

Die Erosionsrisikokarte des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) zeigt eine Gesamtbeurteilung der potentiell erosionsgefährdeten Gebiete in der Landwirtschaft. In Kombination mit der Gefährdungskarte Oberflächenabfluss bietet sie einen ersten Anhaltspunkt, ob an einem Standort mit hinzugeschwemmtem Bodenmaterial zu rechnen ist.

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Legende
Legende

Die einbezogenen Standortfaktoren sind Hangneigung, Einzugsgebietsgrösse, Niederschlag und Bodeneigenschaften. Die Bewertung wird einer von drei Gefährdungsstufen zugeordnet, ohne dabei die Nutzung oder die Bewirtschaftungsweise des Bodens zu berücksichtigen.

Intensitätsparameter zur Bemessung

Zur Bemessung von Oberflächenabfluss bedarf es Angaben zur Regenspende, den beitragenden Flächen und deren Abflussbeiwerte. Die Norm SN 592'000 sieht für die massgebende Regenspende den Richtwert von 0.030 l/sm2 vor, was regional jedoch stark übertroffen werden kann. Bei erhöhtem Schadenpotenzial oder regional höheren Regenspenden, sind deshalb höhere Schutzziele zu wählen.

Örtliche extreme 10-Minuten Regenmengen r [l/sm2] abgeleitet mittels Extremwertstatistik aus Messwerten von 1981-2013 (Quelle: MeteoSchweiz, 2014)

Ausgangsgrössen

Bezeichnungen

QR [l/s]:  Regenwasserabfluss 
r [l/sm2]:  Regenspende
A [m2]:  beregnete Fläche (Horizontalprojektion)
C [–]: Abflussbeiwert
hf [m]:  Überschwemmungshöhe
Rmax [m ü. M.] Kote der max. möglichen Rückstauebene
v [m/s]:  Fliessgeschwindigkeit
va [mm/h]: Anstiegsgeschwindigkeit
tn [h]: Niederschlagsdauer
V [mm]: Niederschlagsvolumen pro Ereignis
tv [h]: Vorwarnzeit (Dauer von Gefahrenerkennung bis Überschwemmungsbeginn)
SF [–]: Sicherheitsfaktor

Gefährdungsbilder

Gefährdungsbild 1: Hanglage

Das Oberflächenwasser strömt von höher liegenden Hängen auf das Grundstück zu und staut sich am Gebäude. Die Gebäudeanordnung und Terraingestaltung beeinflusst die weitere Ausbreitung der Überflutung hangabwärts. Falls auf einen breiten Hang eine dichte Bebauung folgt, kann dies zu einer Abflusskonzentration mit einer deutlichen Erhöhung der Fliesstiefen führen.

Gefährdungsbild 2: Muldenlage

Das Oberflächenwasser sammelt sich auf dem muldenartigen Grundstück.

Gefährdungsbild 3: Zufluss von Strassenwasser

Das Oberflächenwasser von angrenzenden Böschungen und der Rückstau der Kanalisation sammeln sich auf der Strasse und gelangen über die Strasse auf das Grundstück.

Gefährdungsbild 4: Zufluss von Dach- und Platzwasser

Die Entwässerungseinrichtungen von Dächern und Plätzen vermögen das zufliessende Wasser nicht vollständig abzuführen. Es kommt zu einem kurzzeitigen Einstau auf Flachdächern und auf Plätzen, wodurch ein Wassereintritt ins Gebäude möglich wird.

Gefährdungsbild 5: Regen mit Wind (Schlagregen)

Wird Regen von Sturm begleitet, kann windgetriebenes Wasser durch die Gebäudefassade ins Gebäudeinnere gelangen.

Gefährdungsbild 6: Starker Regen mit Hagel

Tritt starker Regen gemeinsam mit Hagel auf, können Hagelkörner und abgeschlagene Blätter Schächte und Abläufe verstopfen. Wenn die Gebäudehülle durch Hagel beschädigt wird, kann Wasser ins Gebäudeinnere eintreten.

Gefährdungsbild 7: Grundwasser

Das Grundwasser steigt nach starkem Regen und Hochwasser an und tritt über Öffnungen und die undichte Gebäudehülle in Untergeschosse ein. In Extremfällen kann es bis über die Terrainoberfläche ansteigen und über das Erdgeschoss ins Gebäude gelangen. Ein Anstieg des Grundwassers kann auch zum Aufschwimmen des Gebäudes und damit zu statischen Problemen führen.

Gefährdungsbild 8: Kanalisationsrückstau

Ist das Kanalisationssystem überlastet, kann es zu einem Rückstau kommen.

Eintrittswege von Wasser in Gebäude

Eintrittswege von Wasser bei starkem Regen und Hochwasser
  1. Wasser durchdringt Kellerwände / Bodenplatte
  2. Wasserrückstau aus der Kanalisation
  3. Wasser dringt durch undichte Hausanschlüsse (Rohrwege, nicht druckwasserdicht ins Mauerwerk eingebettete Kabel) oder durch undichte Fugen
  4. Wasser strömt durch Lichtschächte und Kellerfenster
  5. Wasser durchsickert die Aussenwand
  6. Wasser dringt durch Tür- und Fensteröffnungen
  7. Wasser durchdringt Fassade bei starkem Regen mit Sturm
  8. Wasser dringt über das Dach und den Balkon in das Gebäude ein
  9. Hagel verstopft die Entwässerungseinrichtungen und kann so zum Eindringen von Wasser in das Gebäude führen (siehe Punkte 4, 5 und 6)

Als Folge von kurzzeitigem Stau bei starkem Regen auf Flachdächern und Balkonen kann Wasser in Räume eindringen oder die Konstruktion beschädigen (Leichtbauweise).

Aufgestautes Wasser auf Terrasse bei starkem Regen.
Aufgestautes Wasser auf Terrasse bei starkem Regen.
Als Folge von kurzzeitigem Wassereinstau bei starkem Regen auf Flachdächern und Balkonen kann das Wasser in Räume eindringen (Im Bild: über Steckdose).
Als Folge von kurzzeitigem Wassereinstau bei starkem Regen auf Flachdächern und Balkonen kann das Wasser in Räume eindringen (Im Bild: über Steckdose).

Einwirkungen

Entwässerungskonzept und Verantwortlichkeiten

Gemäss SN 592'000 "Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung" ist durch den Bauherrn oder dessen Vertreter ein verantwortlicher Planer zu benennen. Dieser legt ein umfassendes Entwässerungskonzept für die gesamte Liegenschaft fest. In diesem Konzept ist einerseits aufzuzeigen, wie eine Liegenschaft entwässert wird und andererseits werden die Abgrenzungen der Verantwortlichkeiten zwischen den einzelnen Fachplanern und zwischen den Lieferanten festgelegt.

Berechnung des Regenwasserabflusses

Der Regenwasserabfluss QR bemisst sich gemäss SN 592'000:

`Q_R = ArCS_F [l/s]`

Dabei ist QR der Regenwasserabfluss für die Fläche A und r die massgebende Regenspende. Der Sicherheitsfaktor SF ist je nach Empfindlichkeit des Gebäudes zu wählen, der dimensionslose Abflussbeiwert C je nach Art der beregneten Oberfläche. Sind Teilflächen mit unterschiedlichen Abflussbeiwerten vorhanden, so muss QR für jede einzelne Fläche bestimmt werden. Die einzelnen Regenwasserabflüsse sind dann zu addieren.

Berechnung des Oberflächenwasserabflusses

Gärten, Wiesen und Kulturland können ebenfalls massgeblich zum Oberflächenwasserabfluss beitragen (siehe Gefährdungskarte Oberflächenabfluss). Je nach Gefährdungsbild sind auch angrenzende Grundstücksflächen und grössere Einzugsgebiete in die Berechnungen einzubeziehen! Zur Abschätzung des zu erwartenden Oberflächenwasserabflusses ist die Methodik „Punktuelle Gefahrenabklärung Oberflächenwasserabfluss“ (Rüttimann, 2010) zu beachten.

Notüberlauf

Gemäss SN 592'000 Artikel 4.1.15 ist für jedes Entwässerungssystem ein Notsystem zu planen. Dieses System ist so auszulegen, dass insgesamt der Doppelte der Regenwasserabfluss QR abfliessen kann. Dies gilt sowohl für Dächer und Terrassen als auch für alle Flächen um das Gebäude. Das erfolgreichste Konzept ist hierbei die Geländegestaltung: Wasser muss im Gelände ablaufen können, ohne Gebäudeöffnungen zu erreichen. Wo sich dennoch Wasser aufstauen kann, ist die Gebäudehülle bis auf die Schutzhöhe abzudichten.

Sicherheitsfaktor

Der Sicherheitsfaktor SF gemäss SN 592'000 ist unabhängig von der gewählten Regenspende zu wählen:

  • SF = 1.5 für Gebäude, bei denen eindringendes Regenwasser grössere Schäden verursachen kann (dies ist i.d.R. der Fall!).
  • SF  = 1.0 für Gebäude, die ein aussergewöhnliches Mass an Schutz erfordern
    (z.B. Krankenhäuser; Theater/Konzertsäle; Museen oder Gebäude, in denen besondere Kulturgüter aufbewahrt werden; IT und Rechenzentren oder TV–Studios; Fabriken/Lagerhallen der chemischen Industrie; Munitionsfabriken)

Abflussbeiwert

Der Abflussbeiwert C gemäss SN 592'000 berücksichtigt die Beschaffenheit der beregneten Fläche, die daraus resultierende Abminderung und die Verzögerung des Abflusses. Da ausschliesslich auf Einzelobjekten angewendet, liegen diese Werte höher als die im Generellen Entwässerungs-Plan (GEP) angewandten Abflussbeiwerte. Typische Abflussbeiwerte für Gärten, Wiesen, Kulturland und Wald in Ergänzung zur Norm:

Abflussbeiwerte für verschiedene Oberflächen

Beispiel: Abschätzung des Regenwasserabflusses

In Herisau wird ein Einfamilienhaus angrenzend an eine mittelsteil abfallende Wieslandfläche erstellt. Der Zufluss von dieser Fläche und von der Grundstücksfläche wird folgendermassen abgeschätzt. Die abflussbeitragende Fläche ist je nach Bodentyp, Gefälle und hydrologischen Vorbedingungen (Vorregen, gefrorener Boden) unterschiedlich, der Abflussbeiwert kann in Bezug auf die lokalen Verhältnisse variieren. Der Sicherheitsfaktor ist entsprechend dem Schadenpotenzial zu wählen.

  • Abflussbeitragende Wieslandflächen: 1000 m2 mit Abflussbeiwert: 0.35
  • Kiesflächen: 100 m2 mit Abflussbeiwert: 0.6
  • Regenspende: 0.048 l/sm2 (Wert für Station St. Gallen mit Wiederkehrperiode 100 Jahre)
  • Sicherheitsfaktor: 1.5
  • Regenwasserabfluss: QR = 0.048 • 1.5 • (1000 • 0.35 + 100 • 0.6) = 29.5 l/s

Gemäss dieser Berechnung ist auf diesem Grundstück ein Oberflächenwasserabfluss von knapp 30 l/s zu erwarten.

Schadenarten/-ursachen

Bei Vernässung und Ablagerung von Schlamm verlieren Gebäudeausbauten (Böden, Wände, Decken), Installationen und Gebäudeinhalte ganz oder teilweise ihren Wert. In Einzelfällen kann auch das Tragwerk betroffen sein. Vernässung wirkt in der Regel über die maximale Überschwemmungshöhe hinaus: Wegen der Kapillarität in Wänden und durch das Verdunsten von Wasser sind auch Bereiche oberhalb der Überschwemmungshöhe betroffen. Alle löslichen und nicht löslichen Stoffe, die das Wasser mitführt, verursachen erhebliche Verschmutzung. Produkte aus Holz, Papier, Textilien oder Gips erleiden Totalschaden, wenn sie Wasser aufsaugen. Kurzschlüsse bei elektrischen Einrichtungen können zudem Brände auslösen, technische Einrichtungen zerstören und Personen gefährden. Weitere Schäden können durch chemische Reaktionen mit gelagerten Stoffen oder durch die Einlagerung von Fest- und Geruchsstoffen entstehen.

Schutzmassnahmen

Die Terraingestaltung um und auf dem Grundstück entscheidet darüber, wie viel Oberflächenwasser sich ansammelt und wohin es abfliesst. Wer Muldenlagen meidet und den Wasserabfluss konsequent vom Gebäude weg plant, erzielt in der Regel bereits einen guten Schutz. Zusätzlich kann man potentiell gefährdete Gebäudeöffnungen abdichten oder erhöht anordnen. Vorschläge für Schutzmassnahmen zu einzelnen Bauteilen und zum konzeptionellen Vorgehen: Gebäudeschutz.

Normen und Richtlinien

Allgemeine Bau- und Tragwerksnormen

Allgemein

SIA 480 (2016): Wirtschaftlichkeitsrechnung für Investitionen im Hochbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Zürich.

Tragwerksnormen

SIA 260 (2013): Grundlagen der Projektierung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261 (2014): Einwirkungen auf Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261/1 (2003): Einwirkungen auf Tragwerke – Ergänzende Festlegungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA D 0188 (2006): Wind – Kommentar zum Kapitel 6 der Normen SIA 261 und 261/1 (2003) Einwirkungen auf Tragwerke. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269 (2011): Grundlagen der Erhaltung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269/1 (2011): Erhaltung von Tragwerken - Einwirkungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich

SIA 465 (1998): Sicherheit von Bauten und Anlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 469 (1997): Erhaltung von Bauwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

ISO 4354 (2009): Actions du vent sur les structures.

Bauproduktenormen mit Anforderungen betreffend Starkregen (Auswahl)

Aussenwandsysteme

EN 12865 (2001): Wärme- und feuchteschutztechnisches Verhalten von Bauteilen – Bestimmung des Widerstandes des Aussenwandsystems gegen Schlagregen bei pulsierendem Luftdruck.

EN ISO 15927-3 (2009): Wärme- und feuchteschutztechnisches Verhalten von Gebäuden – Berechnung und Darstellung von Klimadaten – Teil 3: Berechnung des Schlagregenindexes für senkrechte Oberflächen aus stündlichen Wind- und Regendaten (ISO 15927-3:2009).

ÖNORM B 1300 (2012): Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude – Regelmässige Prüfroutinen im Rahmen von Sichtkontrollen und zerstörungsfreien Begutachtungen, Grundlagen und Checklisten.

Türen, Fenster, äussere Abschlüsse

SIA 329 (2018): Vorhangfassaden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.003 (1999): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Leistungsanforderungen und Klassifizierung (SN EN 12154). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.004 (2000): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Laborprüfung unter Aufbringung von statischem Druck (SN EN 12155). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.006 (2011): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Laborprüfung mit wechselndem Luftdruck und Besprühen mit Wasser. (SN EN 13050). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.007 (2001): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Feldversuch. (SN EN 13051). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331 (2012): Fenster und Fenstertüren. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.053 (2001): Fenster und Türen – Schlagregendichtheit – Prüfverfahren. (SN EN 1027). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.181 (2002): Glas im Bauwesen – Pendelschlagversuch – Verfahren für die Stossprüfung und die Klassifizierung von Flachglas. (SN EN 12600). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.302 (1999): Fenster und Türen – Schlagregendichtheit – Klassifizierung. (SN EN 12208). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Ift – Richtlinie FE-05/2 (2005): Einsatzempfehlungen für Fenster und Aussentüren; Richtlinie zur Ermittlung der Mindestklassifizierung in Abhängigkeit der Beanspruchung; Teil 1 Windwiderstand, Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit.

Ift – Richtlinie FE-07/1 (2005): Hochwasserbeständige Fenster und Türen. Anforderungen, Prüfung, Klassifizierung.

ISO 15821 (2007): Türen, Türelemente und Fenster – Prüfung der Schlagregendichtheit unter dynamischem Druck – unter Zyklonbedingungen.

SIA 342 (2009): Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.001 (1998): Markisen – Widerstandsfähigkeit gegenüber der Belastung durch Wasseransammlung – Prüfverfahren. (SN EN 1933). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.016 (2015): Markisen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13561). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.017 (2015): Abschlüsse aussen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13659). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343 (2014): Türen und Tore. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.102 (2000): Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser – Klassifizierung. (SN EN 12425). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.111 (2000): Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser – Prüfverfahren. (SN EN 12489). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Dach- und Fassadenbekleidungsprodukte

SIA 232/1 (2011): Geneigte Dächer. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232/2 (2011): Hinterlüftete Bekleidung von Aussenwänden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/232 (2011): Allgemeine Bedingungen für geneigte Dächer und hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden – Vertragsbedingungen zu den Normen SIA 232/1:2011 und 232/2:2011. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.301+A1 (2014): Lichtdurchlässige, einschalige profilierte Platten aus Kunststoff für Innen- und Aussenanwendungen an Dächern, Wänden und Decken - Anforderungen und Prüfverfahren. (SN EN 1013+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.601+A1 (2016): Faserzement-Dachplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 492+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.602+A1 (2015): Faserzement-Wellplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 494+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.603+A1 (2016): Faserzement-Tafeln – Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 12467+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.105 (2013): Dach- und Formziegel - Begriffe und Produktspezifikationen. (SN EN 1304). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 243 (2008): Verputzte Aussenwärmedämmung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.353 (2006): Dachdeckungen – Dachlichtbänder aus Kunststoff mit oder ohne Ausetzkränzen - Klassifizierung, Anforderungen und Prüfverfahren (SN EN 14963).

SIA 271 (2007): Abdichtungen von Hochbauten. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 270 (2014): Abdichtungen und Entwässerungen - Allgemeine Grundlagen und Abgrenzungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281 (2013): Dichtungsbahnen - Kunststoff- Dichtungsbahnen, bitumenhaltige Dichtungsbahnen und Ton-Dichtungsbahnen - Produkte- und Baustoffprüfungen, Werkstoffbezeichnungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abdichtungsbahnen

SIA 289.307 (2012): Abdichtungsbahnen – Bitumen-, Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtungen – Bestimmung des Widerstandes gegen Hagelschlag. (SN EN 13583). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281.001 (2013): Abdichtungsbahnen – Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen - Definitionen und Eigenschaften (EN 13707).

SIA 280.101 (2012): Abdichtungsbahnen – Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtung – Definitionen und Eigenschaften (EN 13956).

Fugenabdichtungen

SIA V118/274 (2010): Allgemeine Bedingungen für Abdichtung von Fugen in Bauten – Vertragsbedingungen zur Norm Sia 274:2010. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 274 (2010): Abdichtung von Fugen in Bauten – Projektierung und Ausführung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Grundwasserabdichtungen

SIA 272 (2009): Abdichtungen und Entwässerungen von Bauten unter Terrain und im Untertagbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Solarkollektoren

EN 12975-1+A1 (2011): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.

EN 12975-2 (2006): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 2: Prüfverfahren.

ISO 9806 (2014): Solarenergie - Thermische Solaranlagen - Prüfverfahren.

EN 12976-2 (2017): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Vorgefertigte Anlagen – Teil 2: Prüfverfahren.

EN 61215 (2006): Terrestrische kristalline Silizium-Photovoltaik-(PV)-Module – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 61215:2005).

EN 62108 (2008): Konzentrator-Photovoltaik(CPV)-Module und –Anordnungen – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 62108:2007).

Gewächshäuser

SIA 328.001 (2001): Gewächshäuser – Bemessung und Konstruktion – Teil 1: Kulturgewächshäuser. (SN EN 13031-1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abwassertechnik

SIA 190.122 (2002): Rückstauverschlüsse für Gebäude – Teil 2: Prüfverfahren (SN EN 13564-2). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 190.123 (2003): Rückstauverschlüsse für Gebäude – Teil 3: Güteüberwachung (SN EN 13564-3). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

VSS-102 (2002): Entwässerungsrinnen für Verkehrsflächen – Klassifizierung, Bau und Prüfungsgrundsätze, Kennzeichnung und Beurteilung der Konformität (SN EN 1433).

SIA 190.254 (2015): Abwasserhebeanlagen für die Gebäude- und Grundstücksentwässerung – Bau- und Prüfungsgrundsätze – Teil 4: Rückflussverhinderer für fäkalienfreies und fäkalienhaltiges Abwasser (SN EN 12050-4).

SSIV-10 (2000): Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung (SN EN 12056-3).

SSIV-12 (2000): Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 5: Installation und Prüfung, Anleitung für Betrieb, Wartung (SN EN 12056-5).

SN 592 000 (2012): Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

SN 640 350 (2001): Oberflächenentwässerung von Strassen; Regenintensitäten. Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute VSS.

SIA 318 (2009): Garten- und Landschaftsbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/318 (2009): Allgemeine Bedingungen für Garten- und Landschaftsbau – Vertragsbedingungen zur Norm SIA 318:2009. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

EN 752 (2008): Entwässerungssysteme ausserhalb von Gebäuden.

Technische Richtlinien (Auswahl)

Allgemein

HEV (2016): Paritätische Lebensdauertabelle. Hauseigentümerverband Schweiz / Schweizerischer Mieterinnen und Mieterverband. (Online-Tool)

Dach

Fibrecem (2000): Richtlinien zur Planung und Ausführung von geneigten Dächern mit Faserzementprodukten. Schweizerischer Faserzement-Verband, Niederurnen.

Suissetec (2003): Wegleitung für die Bemessung der Befestigung von Bekleidungen und Deckungen aus Dünnblech. Schweizerisches Spenglereigewerbe, Suissetec.

VSZ (2002, 2. Auflage): Das Tonziegeldach. Verband Schweizerische Ziegelindustrie, Zürich (www.swissbrick.ch).

Entwässerung

Suissetec (2016): Richtlinie „Dachentwässerung“ . Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband, Suissetec. (auch als Web-App erhältlich)

Suissetec/VSA (2012): SN 592000:2012: Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

VSA (1996): Planung der Liegenschaftsentwässerung. Informationsforum der VSA Fachgruppe „Liegenschaftsentwässerung“, Olten.

VSA (2002): Regenwasserentsorgung: Richtlinie zur Versickerung, Retention und Ableitung von Niederschlagswasser in Siedlungsgebieten. Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute, Zürich. (Update 2008 zur Richtlinie)

Glas

SIGaB (2007): Sicherheit mit Glas. Dokumentation, Schweizerisches Institut für Glas am Bau, Schlieren.

Gewächshäuser

Deutsche Hagel (1984): Schadenerfahrungen mit Eindeckungsmaterialien von Gewächshäusern. Deutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, Nr. 12, Wiesbaden

Holz

EMPA (2009): Hagelwiderstand von Holzfassaden. Abschlussbericht Fonds zur Förderung der Wald- und Holzforschung, Projekt 2008.04. Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, Dübendorf

Lignum (2012): Holzbautabellen – Handbuch für die Bemessung. Lignum, Zürich. (Lignum-"Holzbautabellen 2" online)

Lignum (1999): Fassadenverkleidungen aus unbehandeltem Holz. Lignatec Nr. 8, ISSN 1421-0320, Zürich

Literatur

Allgemein

Egli, Th. (2007): Wegleitung Objektschutz gegen meteorologische Naturgefahren. Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern. (Download)

Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherer (2014): Prevent-Building – eine Methodik und ein Werkzeug zur Beurteilung der Wirksamkeit und Zumutbarkeit von Objektschutzmassnahmen an Gebäuden gegen gravitative und meteorologische Naturgefahren. Bericht Phase 1 mit Anpassungen aus Phase 2. Arbeitsgemeinschaft Prevent-Building: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Egli Engineering AG, Geotest AG, B,S,S,. Volkswirtschaftliche Beratung, Version 12.05.2014. (Download)

Suda, J. und Rudolf-Miklau, F. (Hrsg.) (2012): Bauen und Naturgefahren, Handbuch für konstruktiven Gebäudeschutz. Springer, Wien.

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Starkregen / Oberflächenabfluss

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