Murgang (Übermurung)

Murgang während der Unwetter 2005 in Brienz (Bild: TBA Kt. Bern)
Bildquelle: TBA Kt. Bern

Grundlagen

Ein Murgang ist grob vereinfacht eine Zwischenform von geschiebeführendem Hochwasser und einer flachgründigen Rutschung. Geläufige Bezeichnungen sind auch Mure, Schlammstrom, Schlammlawine, Geröll-Lawine oder Rüfe. Murgänge treten in Gerinnen und an steilen Hängen auf (vgl. Hangmuren) und können viel Geschiebe, Erdmaterial und Holz mit sich führen. Der Bewegungsmechanismus von Murgängen hat Ähnlichkeiten mit Lawinen, u.a. weil die grössten Komponenten und höchsten Geschwindigkeiten am „Kopf“ des Murgangs auftreten. Murgänge brechen oft in einzelnen Schüben los, wobei die Erosion und Ablagerung jedes Murschubs das Gerinne verändern kann. Da sich somit sehr komplexe Prozessverkettungen ergeben können bis hin zur Gerinneverlagerung, kommt der Definition von Szenarien und der Analyse möglicher Ausbruchsstellen aus dem Gerinne besondere Bedeutung zu. Weil in der Regel keine ausreichende Vorwarnzeit besteht, kommen zum Schutz von Gebäuden nur permanente bauliche Massnahmen in Frage, allenfalls kombiniert mit Nutzungsanpassungen.

Empfohlenes Schutzziel: Das Gebäude bleibt bis zum 300-jährlichen Murgang intakt und schützt die sich darin befindenden Personen (Schutzmassnahmen).

Fachbegriffe

Murgänge in Gerinnen sind sehr gefährlich, weil sie hohe Geschwindigkeiten bis 20 m/s erreichen und viel Masse mit sich führen können. Deshalb lösen Murgänge oft eine erhebliche Tiefen- und Seitenerosion aus (vgl. Ufererosion bei Hochwasser). Im flacheren Gelände oder bei seitlicher Ausbreitung verringert sich die Geschwindigkeit auf 2 bis 7 m/s bei Fliesshöhen von 0.5m bis 3 m. Verliert ein Murschub an Geschwindigkeit und an Wasser, kann er sich im Gerinne ablagern und damit den Ausbruch nachfolgender Murschübe erleichtern. Solche Verstopfungen im Gerinne und Verklausungen führen speziell bei Engstellen und Durchlässen unter Brücken häufig zum Ausufern des Murgangs und zu Ablagerungen auf dem Murkegel. Während einem Niederschlagereignis können sich im selben Gerinne durchaus mehrere Murschübe ereignen.

Tritt ein Murgang über das Gerinne hinaus, spricht man von Übermurung. Die massgebenden Einwirkungen sind einerseits die Stosskraft der mitgeführten Feststoffe und andererseits das dynamische Umfliessen des Feststoff-Wassergemischs. Je nach Lage und Form wird ein Gebäude lediglich um- oder überflossen. Heftiger ist der direkte Anprall, gerade bei grossen Gesteinsblöcken oder Baumstämmen. Grössere Murgänge in den Alpen haben Geschiebevolumen von einigen 100'000 m3 talwärts transportiert, kleine Murgänge lediglich einige 100 bis 1'000 m3.

Hangmuren (spontane Rutschungen) können an steilen Hängen entstehen, wenn der Untergrund Schichten geringerer Festigkeit aufweist und stark durchnässt ist. Das Losbrechen der wassergesättigten Erdmasse erfolgt plötzlich. Der hohe Wasseranteil führt zu einer sehr schnellen Bewegung und zur vollständigen Umlagerung des Bodenmaterials. Die Einwirkung auf Gebäude ist mit der Übermurung aus Gerinnen vergleichbar, wobei Hangmuren eher feinkörnig sind.

Sowohl für Murgänge in Gerinnen als auch für Hangmuren ist keine Vorwarnung möglich. Die Ausnahme bilden Wildbäche, in denen flussaufwärts Sensortechnik installiert werden kann und wenn die Vorwarnzeit entsprechend lang ist. Solch aufwändige Installationen werden nur in Ausnahmefällen vorgenommen, z.B. wenn dadurch ein ganzes Dorf geschützt oder ein Verkehrsweg bei einem Ereignis gesperrt werden kann.


Intensitätsparameter zur Bemessung

Zur Bemessung von Gebäudeschutzmassnahmen braucht es Angaben zu Fliesshöhe und Fliessgeschwindigkeit eines möglichen Murganges, respektive der Hangmure. Alternativ kann der Druck senkrecht auf ein Hindernis zur Bemessung verwendet werden. Diese Angaben sind den Intensitätskarten und dem technischen Bericht zur Gefahrenkarte zu entnehmen. Existieren keine Intensitätsangaben, so sind diese durch eine Fachperson zu bestimmen.

Ausgangsgrössen

Bezeichnungen

v [m/s]  Fliessgeschwindigkeit des Murganges
hf [m] Fliesshöhe des Murganges
ha [m] Höhe des abgelagerten Murgangmaterials
m [t] Masse des grössten transportierten Blockes
lg [m] Länge der betroffenen Gebäudewand
lh [m] Dicke der Stahlbetonwand
ls [m] Spannweite der Stahlbetonwand
ρf [t/m3] Dichte des Murganges
α [°] Ablenkwinkel
β [°] Hangneigung
γ [°] Öffnungswinkel des Spaltkeils
g [m/s2]               Erdbeschleunigung (10 m/s2)
qf [kN/m2] Druck des Murganges
qf,r [kN/m2] Spezifische Reibung
qf,α [kN/m2] Druck bei schräger Anströmung
qa [kN/m2] Auflast von Murgängen
qe [kN/m2] statischer Ersatzdruck einer Einzellast (Anprall)
a ­ Druckkoeffizient
A [m2] Anprallfläche einer Einzellast
Qe [kN] Statische Ersatzkraft einer Einzellast (Anprall)

Gefährdungsbilder

Die folgenden Gefährdungsbilder beschreiben den Anprall und das Umfliessen von Wasser-/Feststoffgemischen bezogen auf Gebäude. Diese Einwirkungen können durch Murgänge, Hangmuren und durch oberflächlich abgleitende Spontanrutschungen entstehen.

Gefährdungsbild 1: Murgang prallt auf Gebäude

Das Gemisch aus Wasser und Feststoffen prallt an ein Gebäude. Durch den Anprall entsteht eine Stauhöhe hstau, welche zusammen mit der Fliesshöhe hf des Murganges die Gebäudehöhe hg nicht überragt. Auf die Dachkonstruktion wird daher keine direkte Beanspruchung ausgeübt. Massgebend ist der entstehende Druck qf auf der Gebäudeaussenseite. Dieser wird durch die Gebäudeform, die Dichte und die Geschwindigkeit des Murganges beeinflusst. Die Geschwindigkeit vf wird über die gesamte Fliesshöhe als konstant angenommen. Für die Seitenwände und alle schräg angeströmten Wände ist ein um den entsprechenden Ablenkwinkel a reduzierter Druck zu berücksichtigen. Auf diese Wände wirken zusätzliche Kräfte infolge Reibung. Zusätzlich ist der Anprall grösserer Einzelkomponenten (Blöcke, Baumstämme) als statischer Ersatzdruck qe zu berücksichtigen.

Gefährdungsbild 2: Murgang umfliesst Gebäude dank Ablenkungsbauwerk

Fliesst ein Murgang schräg auf ein Ablenkbauwerk (beispielsweise Spaltkeil, Leitmauer oder -damm) zu und umfliesst es, wirkt ein um den Ablenkwinkel a reduzierter Druck qf,a auf das Ablenkbauwerk. Der Ablenkwinkel a darf höchstens 30° betragen, da die Ablenkwirkung sonst verloren geht und es sich um einen Anprall handelt (Gefährdungsbild 1). Zudem muss der Spaltkeil ausreichend hoch sein, damit er nicht überflossen werden kann. Wichtig ist, bei jeder Schutzmassnahme die Verlagerung der Gefährdung auf andere Grundstücke zu vermeiden.

Einwirkungen

Die Stauhöhe eines Murgangs beim Anprall auf ein undurchlässiges Objekt:

`h_("stau")= (v_f^2)/(2*g) [m]`


Der Druck aus dynamischer Beanspruchung ist abhängig von der Geschwindigkeit und der Dichte des Murgangs, dem Ablenkwinkel und einem empirischen Druckkoeffizienten a (a=1 bei feinkörnigen Murgängen und Hangmuren; a=4 bei grobblockigen Murgängen).

`q_f = a*rho_f*v_f^2 [(kN)/m^2]`

Die Dichte ρf beträgt 1.8 [t/m3] bei feinkörnigen Murgängen und Hangmuren, respektive 2.2 [t/m3] bei grobblockigen Murgängen.

Für Flächen, welche nicht senkrecht zur Fliessrichtung stehen, reduziert sich der Druck um den Ablenkwinkel α:

`q_(f,alpha) = q_f*sin^2(alpha) [(kN)/m^2]`

Parallel zur Fliessrichtung stehende Seitenwände sind mit einem Druck zu bemessen, welcher sich bei einer Ablenkung des Feststoffmateriales um α = ±20° ergibt.

Druck aus hydrodynamischer und hydrostatischer Beanspruchung:

Bei Murgängen aus Gerinnen ist nachfolgend zur dynamischen Beanspruchung durch den Murganganprall eine hydrodynamische und hydrostatische Beanspruchung durch das nachfliessende Wasser zu erwarten (siehe Hochwasser). Ob diese hydrodynamischen und hydrostatischen Beanspruchungen für einzelne Gebäudeteile massgebend werden, ist im Einzelfall zu prüfen. Generell ist es wichtig, dass die betroffenen Bereiche der Gebäudehülle mechanisch möglichst robust und wasserdicht ausgestaltet werden.

Die Vertikale Auflast des Feststoffmaterials auf überdeckten Bauten ist:

`q_a = rho_f*g*h_a [(kN)/m^2]`

, respektive bei Überströmvorgängen:

`q_a = rho_f*g*h_f [(kN)/m^2]`

Druck durch Reibung:

Reibungskräfte sind insbesondere bei Ablenkmassnahmen wie Spaltkeil und Leitmauern zu berücksichtigen. Die dabei auftretenden Kräfte (spezifische Reibung) lassen sich mit der Schleppspannungsformel für Flüssigkeiten abschätzen:

`q_(f,r) = rho_f*g*h_f*tan(beta) [(kN)/m^2]`

Anprallkraft von Einzelkomponenten:

Die Stosskraft von Einzelkomponenten (Blöcke, Baumstämme an der Murgangfront) ist neben der Druckkraft die wichtigste Einwirkung bei Übermurungen. Bei grobblockigen Murgängen ist dieser Effekt mit einem Druckkoeffizienten a = 4 bereits genügend berücksichtigt. Für feinkörnige Murgänge ist der Einzelblockanprall als zusätzliche Einwirkung zu berücksichtigen. Die Berechnung erfolgt analog zum Stein- und Blockschlag.

Bei Anprall von Einzelkomponenten von Murgängen gelten für die Dichtigkeit des Bauwerks höhere Anforderungen als bei Steinschlag, und daher verbleiben die Tragwerksverformungen im elastischen Bereich. Die statischen Ersatzkräfte Qe sind dementsprechend höher anzusetzen. Der Anprall von Einzelkomponenten auf eine Betonplatte mit einer Spannweite ls = 2.5 m und einer Dicke von lh = 30 cm erzeugt statische Ersatzkräfte Qe gemäss folgender Tabelle.

Statische Ersatzkräfte infolge Anprall bei Hochwasser und Murgängen

Diese Einzellasten sind gleichzeitig wirkend mit der Belastung qf des Murganges anzunehmen. Sie können an beliebiger Stelle der Fliesshöhe des Murganges auftreten und verteilen sich gleichmässig über die gesamte Anprallfläche A.

Statischer Ersatzdruck einer Einzellast (Anprall):

`q_e = Q_e/A [(kN)/m^2]`

Schadenarten-/ursachen

Gersau, 2005: Zerstörung der Wandkonstruktion durch eine Hangmure mit hohem Anteil an Erdmaterial. Quelle: Th. Egli, Egli Engineering AG
Bildquelle: VKG
Bondo, 2017: Grosser Schaden an technischer Infrastruktur. Quelle: VKG
Gersau, 2005: Zerstörung der Wandkonstruktion durch eine Hangmure mit hohem Anteil an Erdmaterial. Quelle: Th. Egli, Egli Engineering AG

Schutzmassnahmen

Konzeptionelle und verstärkende Massnahmen können das Personen- und Sachwertrisiko erheblich senken. Schutz für ein Gebäude erreichen Sie beispielsweise, indem Sie es optimal im Gelände platzieren oder eine geeignete Gebäudeform und -ausrichtung wählen. Vermeiden Sie Öffnungen in der murgangseitigen Aussenwand oder schützen Sie sie entsprechend. Sehen Sie zudem im Bereich der betroffenen Aussenwände nur Räume mit kurzer Aufenthaltsdauer von Personen vor. Planen Sie Aussenwände und Öffnungen in verstärkter Bauweise und dichten Sie den potentiell betroffenen Bereich ab.

Vorschläge für den Schutz einzelner Bauteile und zum konzeptionellen Vorgehen: Gebäudeschutz

Normen und Richtlinien

Allgemeine Bau- und Tragwerksnormen

Allgemein

SIA 480 (2016): Wirtschaftlichkeitsrechnung für Investitionen im Hochbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Zürich.

Tragwerksnormen

SIA 260 (2013): Grundlagen der Projektierung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261 (2014): Einwirkungen auf Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261/1 (2003): Einwirkungen auf Tragwerke – Ergänzende Festlegungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Zürich.

SIA 267 (2013): Geotechnik. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 267/1 (2013): Geotechnik - Ergänzende Festlegungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269 (2011): Grundlagen der Erhaltung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269/1 (2011): Erhaltung von Tragwerken - Einwirkungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich

SIA 465 (1998): Sicherheit von Bauten und Anlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 469 (1997): Erhaltung von Bauwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Bauproduktenormen mit Anforderungen betreffend Murgang und Hochwasser (Auswahl)

Aussenwandsysteme

ÖNORM B 1300 (2012): Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude – Regelmässige Prüfroutinen im Rahmen von Sichtkontrollen und zerstörungsfreien Begutachtungen, Grundlagen und Checklisten

Türen, Fenster, äussere Abschlüsse

SIA 331 (2012): Fenster und Fenstertüren. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342 (2009): Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.017 (2015): Abschlüsse aussen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13659). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343 (2014): Türen und Tore. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.061 (1999): Türblätter – Ermittlung der Widerstandsfähigkeit gegen harten Stoss. (SN EN 950). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.102 (2000): Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser – Klassifizierung. (SN EN 12425). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.111 (2000): Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser – Prüfverfahren. (SN EN 12489). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Ift – Richtlinie FE-07/1 (2005): Hochwasserbeständige Fenster und Türen. Anforderungen, Prüfung, Klassifizierung.

Dach- und Fassadenbekleidungsprodukte

SIA 329 (2012): Vorhangfassaden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 271 (2007): Abdichtungen von Hochbauten. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 270 (2014): Abdichtungen und Entwässerungen - Allgemeine Grundlagen und Abgrenzungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281 (2013): Dichtungsbahnen - Kunststoff- Dichtungsbahnen, bitumenhaltige Dichtungsbahnen und Ton-Dichtungsbahnen Produkte- und Baustoffprüfungen, Werkstoffbezeichnungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abdichtungsbahnen

SIA 281.001 (2013): Abdichtungsbahnen – Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen - Definitionen und Eigenschaften (EN 13707).

SIA 280.101 (2012): Abdichtungsbahnen – Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtung – Definitionen und Eigenschaften (EN 13956).

Fugenabdichtungen

SIA V118/274 (2010): Allgemeine Bedingungen für Abdichtung von Fugen in Bauten – Vertragsbedingungen zur Norm Sia 274:2010. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 274 (2010): Abdichtung von Fugen in Bauten – Projektierung und Ausführung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Grundwasserabdichtungen

SIA 272 (2009): Abdichtungen und Entwässerungen von Bauten unter Terrain und im Untertagbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abwassertechnik

SIA 190.122 (2002): Rückstauverschlüsse für Gebäude – Teil 2: Prüfverfahren (SN EN 13564-2). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 190.123 (2003): Rückstauverschlüsse für Gebäude – Teil 3: Güteüberwachung (SN EN 13564-3). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

VSS-102 (2002): Entwässerungsrinnen für Verkehrsflächen – Klassifizierung, Bau und Prüfungsgrundsätze, Kennzeichnung und Beurteilung der Konformität (SN EN 1433).

SIA 190.254 (2015): Abwasserhebeanlagen für die Gebäude- und Grundstücksentwässerung – Bau- und Prüfungsgrundsätze – Teil 4: Rückflussverhinderer für fäkalienfreies und fäkalienhaltiges Abwasser (SN EN 12050-4).

SSIV-10 (2000): Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung (SN EN 12056-3).

SSIV-12 (2000): Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 5: Installation und Prüfung, Anleitung für Betrieb, Wartung (SN EN 12056-5).

SN 592 000 (2012): Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

SN 640 350 (2001): Oberflächenentwässerung von Strassen; Regenintensitäten. Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute VSS.

SIA 318 (2009): Garten- und Landschaftsbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/318 (2009): Allgemeine Bedingungen für Garten- und Landschaftsbau – Vertragsbedingungen zur Norm SIA 318:2009. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

EN 752 (2008): Entwässerungssysteme ausserhalb von Gebäuden.

Technische Richtlinien (Auswahl)

Allgemein

HEV (2016): Paritätische Lebensdauertabelle. Hauseigentümerverband Schweiz / Schweizerischer Mieterinnen und Mieterverband. (Online-Tool)

SVGW (2010): Richtlinie für Gasleitungen. Richtlinie G2. Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches, Zürich.

SVGW (2013): Richtlinie für Wasserverteilung. Richtlinie W4 - Planung, Projektierung sowie Bau, Betrieb und Unterhalt von Trinkwasserversorgungssystemen ausserhalb von Gebäuden. Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches, Zürich.

Entwässerung

Suissetec (2016): Richtlinie „Dachentwässerung“ . Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband, Suissetec. (auch als Web-App erhältlich)

Suissetec/VSA (2012): SN 592000:2012: Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

VSA (1996): Planung der Liegenschaftsentwässerung. Informationsforum der VSA Fachgruppe „Liegenschaftsentwässerung“, Olten.

VSA (2002): Regenwasserentsorgung: Richtlinie zur Versickerung, Retention und Ableitung von Niederschlagswasser in Siedlungsgebieten. Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute, Zürich. (Update 2008 zur Richtlinie)

Glas

SIGaB (2007): Sicherheit mit Glas. Dokumentation, Schweizerisches Institut für Glas am Bau, Schlieren.

Holz

Lignum (2012): Holzbautabellen – Handbuch für die Bemessung. Lignum, Zürich. (Lignum-"Holzbautabellen 2" online)

Lignum (1999): Fassadenverkleidungen aus unbehandeltem Holz. Lignatec Nr. 8, ISSN 1421-0320, Zürich

Literatur

Littérature générale

ASTRA (2012): Naturgefahren auf den Nationalstrassen: Risikokonzept. Methodik für eine risikobasierte Beurteilung, Prävention und Bewältigung von gravitativen Naturgefahren auf Nationalstrassen, Bundesamt für Strassen, Bern.

BAFU [Hrsg.] ( 2016): Schutz vor Massenbewegungsgefahren. Vollzugshilfe für das Gefahrenmanagement von Rutschungen, Steinschlag und Hangmuren. Bundesamt für Umwelt, Bern. Umwelt-Vollzug Nr. 1608: 98 S.

Egli, Th. (2005): Wegleitung Objektschutz gegen gravitative Naturgefahren. Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern.

PLANAT (2009): Risikokonzept für Naturgefahren. Nationale Plattform Naturgefahren, Bern.

Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherer (2014): Prevent-Building – eine Methodik und ein Werkzeug zur Beurteilung der Wirksamkeit und Zumutbarkeit von Objektschutzmassnahmen an Gebäuden gegen gravitative und meteorologische Naturgefahren. Bericht Phase 1 mit Anpassungen aus Phase 2. Arbeitsgemeinschaft Prevent-Building: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Egli Engineering AG, Geotest AG, B,S,S,. Volkswirtschaftliche Beratung, Version 12.05.2014. (Download)

Suda J. und Rudolf-Miklau F. (Hrsg.) (2012): Bauen und Naturgefahren, Handbuch für konstruktiven Gebäudeschutz. Springer, Wien.

Staub, B. (2017): Gebäudeschutz gegen Naturgefahren. FAN Agenda 2/2017. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Hochwasser / Murgang

BWW (1997): Empfehlungen Berücksichtigung der Hochwassergefahren bei raumwirksamen Tätigkeiten. Bundesamt für Wasserwirtschaft / Bundesamt für Raumplanung / Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, EDMZ, Bern.

Böll, A. (1997): Wildbach- und Hangverbau. Bericht Nr. 343, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Birmensdorf.

BWK (2005): Mobile Hochwasserschutzsysteme - Grundlagen für Planung und Einsatz. Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK), Sindelfingen.

Egli, Th. (1996): Hochwasserschutz und Raumplanung. ORL-Bericht Nr. 100, vdf Hochschulverlag an der ETH, Zürich.

FEMA (1986a): Floodproofing Non-Residential Structures. Publication No. 102, Federal Emergency Management Agency, Washington D.C.

FEMA (1986b): Retrofitting Flood-prone Residential Structures. Publication No. 114, Federal Emergency Management Agency, Washington D.C.

Fachkommission Technischer Elementarschutz (FTE) (2012): Themenblatt 1-1, Bewertung der Erstellungssicherheit von temporären Objektschutzmassnahmen, Bern. (Excel Bewertungsblatt)

GEO (2000): Review of Natural Terrain Landslide Debris-Resisting Barrier Design. Geotechnical Engineering Office, Geo Report No. 104, Civil Engineering Department, the Government of the Hong Kong Special Administrative Region.

Hochwasserschutzfibel (2008): Bauliche Schutz- und Vorsorgemassnahmen in hochwassergefährdeten Gebieten. 2. überarbeitete und ergänzte Auflage.

IKSR (2002): Hochwasservorsorge – Massnahmen und ihre Wirksamkeit. Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, Koblenz.

Kohli, A. (1998): Kolk an Gebäuden in Überschwemmungsebenen. Mitteilung Nr. 157, Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie, ETH, Zürich.

Kölz, E., In-Albon, Ch. (2012): Statische Probleme bei Hochwasserschutzmassnahmen, Risk&Safety AG, Aarau. (unveröffentlicht).

Rickenmann, D. (2014): Methoden zur quantitativen Beurteilung von Gerinneprozessen in Wildbächen. WSL Berichte, Heft 9, 2014. ISSN 2296-3456

Rickenmann, D. (1995): Beurteilung von Murgängen. Schweizer Ingenieur und Architekt, Nr. 48, Zürich.

Suter, U. (2013): Definition der Schutzhöhe beim Objektschutz Hochwassergefahren, Suter Hydro Engineering AG, Meilen.

USACE (1992): Flood Proofing Regulations. US Army Corps of Engineers, Publication No. 1165-2-314, US Government Printing Office, Washington.

Vanomsen, P. (2011): Wasserdichte Türen und Fenster – Übersicht der Normenwerke und ausgewählte Bauprodukte, Egli Engineering AG, St. Gallen und Bern.

VDI (2004): Schutz der Technischen Gebäudeausrüstung – Hochwasser. Verein Deutscher Ingenieure, VDI Richtlinie 6004, Düsseldorf.

VKF/BWG (2004): Entscheidungshilfe Mobiler Hochwasserschutz. Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern, Bundesamt für Wasser und Geologie, Biel.