Überprüfung der Erdbebensicherheit bei bestehenden Gebäuden

Viele bestehende Gebäude in der Schweiz haben eine ungenügende Erdbebensicherheit, gemessen an den heutigen Anforderungen für Neubauten. Die Ursachen liegen in den fehlenden Bauvorschriften zur Bauzeit und teilweise in der Nichtbeachtung der Normenanforderungen an die Erdbebensicherheit. Nicht erdbebengerecht erstellte Gebäude sind potenziell einsturzgefährdet und können bereits bei schwachen Erdbeben erhebliche Schäden erleiden. Beachten Sie die Norm SIA 269/8, welche die Anforderungen an die Erdbebensicherheit bei bestehenden Gebäuden definiert. Anbauten an bestehende Gebäude sind von diesen möglichst abzukoppeln und müssen die Anforderungen an Neubauten erfüllen (Norm SIA 261). Oft lassen sich Massnahmen zur Verbesserung der Erdbebensicherheit mit weiteren Sanierungsarbeiten verbinden. Eine vorausschauende Planung kann somit auch bei einem Umbau Kosten reduzieren. Bauliche Eingriffe dürfen die Erdbebensicherheit keinesfalls verschlechtern.

Klären Sie bereits in den Vorstudien ab, ob eine Überprüfung der Erdbebensicherheit gemäss SIA 269/8 erforderlich oder sinnvoll ist. Folgende Kriterien weisen auf die Notwendigkeit der Überprüfung der Erdbebensicherheit hin:

  • Umbau mit wesentlichen Eingriffen ins Bauwerk, z.B. Gesamtsanierung
  • Nutzungsänderung
  • Hinweise auf eine sehr geringe Erdbebensicherheit
  • Baukosten > 1 Mio. Franken oder > 10 Prozent des Gebäudeversicherungswerts

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