Strategien zum Schutz vor Rutschungen

In der Regel reichen die Informationen aus der Gefahrenkarte nicht aus für die Bemessung von Schutzmassnahmen gegen Rutschungen und Dolinen. Ziehen Sie frühzeitig einen Geologen oder Geotechniker bei und beachten Sie insbesondere die Norm SIA 267 «Geotechnik».

  • Standortwahl und Terraingestaltung: Wählen Sie einen möglichst geeigneten Standort und passen Sie die Terraingestaltung und die Bauweise an, um die Auflast auf der Rutschmasse und somit die Gefährdung zu vermindern.
  • Bauweise des Gebäudes und der Werkleitungen: Bilden Sie gefährdete Aussenwände verstärkt aus. Führen Sie Meteor- und Oberflächenwasser konsequent ab, um die Auslösewahrscheinlichkeit einer Rutschung zu reduzieren. Verlegen Sie Leitungen nach Möglichkeit in stabiles Erdreich. Falls es sich nicht umgehen lässt, Leitungen im Einflussbereich der Rutschung zu verlegen: Treffen Sie von Beginn weg umfassende Sicherheits- und Überwachungsvorkehrungen zum Schutz dieser Leitungen.
  • Stabilisierung einer flachgründigen Rutschmasse: Prüfen Sie stabilisierende Massnahmen am Rutschkörper, falls sich die Rutschgefährdung nicht allein durch die Standortwahl und die Terraingestaltung genügend reduzieren lässt.
  • Planen Sie die Fundation (Lastabtragung in unbewegtes Erdreich) und die Bodenplatte in verstärkter, den Verhältnissen angepasster Ausführung, beispielsweise eine Flachfundation mit verstärkter Bodenplatte und monolithischen Bauweise. Trennen Sie das Gebäude statisch einwandfrei von anderen Gebäuden.
  • Korrektur der Gebäudeausrichtung durch hydraulische Pressen: Konzipieren Sie Neubauten auf tiefgründigen Rutschungen von Beginn weg so, dass ein allfälliges Neuausrichten möglich bleibt. Planen Sie ein angepasstes statisches Konzept z.B. mit Aussparungen für hydraulische Pressen.
Nationale Schutzziele
Vollzugshilfe «Schutz vor Massenbewegungsgefahren»

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