Rutschungen und Hangmuren

Bildquelle: PLANAT / Schweizer Luftwaffe

Das kann passieren

In der Schweiz gibt es viele instabile Hänge, über 5 Prozent der Fläche der Schweiz werden dazu gezählt. Regen und Schmelzwasser können sie ins Rutschen bringen oder Stürze verursachen – mit grosser Gefahr für Menschen und schweren Gebäudeschäden als Folge. Schon bei geringer Hangneigung und relativ wenig Wasser können Erdmassen talwärts gleiten. Dies geschieht entweder spontan oder permanent und kann nur kleine Flächen oder ganze Hänge in Bewegung bringen. Erdrutsche können zu Rissen in Gebäuden, aber auch zur Absenkung, zum Kippen oder zum Einsturz ganzer Gebäude führen.

So schützen Sie sich

Halten Sie sich nicht länger als nötig unter Felshängen auf und passieren Sie diese zügig. Meiden sie nach starken, lang anhaltenden Regenfällen Hänge, die aufgrund ihrer Neigung exponiert sein könnten oder aufgrund der Situation als gefährdet gelten.
Meiden Sie während oder nach intensivem Schneefall Zonen inner- und unterhalb von steilen Hängen. Informieren Sie sich bei Aktivitäten in Bergen über die herrschende Lawinen-Gefahrenstufe und deren Bedeutung.

So schützen Sie Ihr Gebäude

Für einen effektiven Schutz vor Rutschungen und Sturzprozessen sind tiefgreifende, langfristige und aufwändige bauliche Massnahmen nötig. Erkundigen Sie sich bei der Gemeinde, ob sich Ihr Grundstück oder Ihr Gebäude an einer gefährdeten Stelle befindet. Wenn das der Fall ist, ziehen Sie spezialisierte Fachleute hinzu. Erkundigen Sie sich bei Gemeinde und Kanton, ob Schutzmassnahmen bereits umgesetzt oder geplant sind.