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Das können Sie tun, um Ihr Gebäude zu schützen

Hier finden Sie die Empfehlungen zu Ihrer Abfrage.

Wieviel Schutz braucht Ihr Gebäude?

  • Legen Sie für Ihr Gebäude die sogenannten Schutzziele fest (s. Checkliste). Ziehen Sie dazu eine Fachperson bei.
    Nur wenn Sie wissen, gegen welche Ereignisse und wie stark Sie Ihr Gebäude schützen wollen, können Sie geeignete Massnahmen treffen.
    Orientieren Sie sich an den Empfehlungen der Kantonalen Gebäudeversicherungen zu den Schutzzielen.
    Lassen Sie die Gefährdung Ihres Gebäudes von einer Fachperson dokumentieren und benutzen Sie dazu die Checkliste.

  • Beispiel: Oft endet die berechnete Sturmsicherheit beim Tragwerk des Daches. An die normgerechte Befestigung der Dachziegel wird dann nicht mehr gedacht.

    Schutzmassnahmen gegen Hagel, Schnee, Sturm, Starkregen oder Erdbeben sind für jedes Gebäude relevant und durch Normen definiert. Verlangen Sie von Ihrem Planer die vollständige Umsetzung «bis zur letzten Schraube». Benutzen Sie zur Umsetzungsvereinbarung die Checkliste.

Welche Massnahmen Sie treffen können...

  • Wer schon beim Planen an den Schutz vor Naturgefahren denkt, spart Geld: Legen Sie den nötigen Gebäudeschutz frühzeitig mit dem Planer fest, so dass im nachhinein keine zusätzlichen Schutzmassnahmen nötig werden.

  • Sparen Sie nicht am falschen Ort: Treffen Sie vorsorgliche Schutzmassnahmen für Ihr Gebäude. Dann können Sie bei einem Ereignis ruhig schlafen. Improvisierte Massnahmen im Notfall wirken oft nicht so, wie man sich das vorgestellt hat.

  • Achten Sie bei der Aussenhülle Ihres Gebäudes auf eine stabile Konstruktion und auf Materialien, die widerstandsfähig gegenüber Naturgefahren sind. Damit entscheiden Sie über Schadenanfälligkeit und Lebensdauer Ihres Gebäudes.

  • Die Dachränder sind stark exponiert. Achten Sie deshalb in diesem Bereich besonders auf die Befestigung der einzelnen Teile.

  • Photovoltaik und Solarwärme-Elemente, sollten nicht einfach nur auf das Dach «geschraubt» werden. Da hier besonders grosse Kräfte durch Sturm und Schnee wirken, ist die Befestigung unter Einhaltung der Normen immer eine Aufgabe für den Bauingenieur.

  • Stellen Sie sicher, dass nicht nur die Tragkonstruktion des Daches den Schneedruck tragen kann. Die entsprechenden Normen gelten auch für An- und Aufbauten sowie für Dachüberstände.

  • Der gleiche Schneedruck wie auf dem Dach selbst lastet auch auf Dachfenstern und Oberlichtern. Damit sie nicht die schwächste Stelle bilden, sollten sie dem Druck standhalten. Vergleichen Sie dazu die Herstellerangaben mit den Baunormen.
    Schützen Sie Dachfenster bei Bedarf mit Schneestoppern vor Schneerutschungen. Dachfenster mit integriertem Sonnenschutz (hinter Glas) sind widerstandsfähiger als aussenliegende Storen.

  • Wenn Schnee auf Dachschrägen ins Rutschen kommt, werden oftmals Regenrinnen, Dachfenstereinfassungen und andere hervorstehende Bauteile mitgerissen. Schneerutsch-Sicherungen verhindern dies und schützen auch Personen unter dem Dachrand.

    Abrutschender Schnee kann Teile des Daches beschädigen. Lassen Sie deshalb Schneerutsch-Sicherungen anbringen.

  • Achten Sie besonders bei kleineren An- und Aufbauten wie z.B. Kaminen, Satellitenschüsseln oder Beschriftungen auf stabile Konstruktion und Montage. Sie sind oft exponiert und können weggerissen werden.

  • Um Ärger und Umtriebe zu ersparen, sollten auch Wintergarten, Schopf oder Gewächshaus mit genügender Widerstandsfähigkeit gebaut werden.

    Auch bei Kleinbauten sind Schäden teuer: Achten Sie deshalb auf den gleichen Schutz wie bei jedem Gebäude.

Woran Sie auch in Zukunft denken sollten...

  • Morsche Bäume und Äste können stürzen und Gebäude massiv beschädigen. Achten Sie auf den Baumzustand und ziehen Sie im Zweifel einen Spezialisten bei, um rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen.

Was Sie im Notfall noch tun können...

  • Bei besonders grossen Schneeanhäufungen auf dem Dach: Erkundigen Sie sich bei einem Bauingenieur in der Nähe, ob eine Räumung nötig ist. Wenn ja, lassen Sie das Dach am besten von Profis räumen. Achten Sie darauf, dass keine einseitigen Belastungen durch Schneedruck entstehen.