Der Naturgefahren-Check Schweiz ist für Desktop und Tablet ausgelegt. Danke für Ihr Verständnis.

Gebäudetyp*
Wozu möchten Sie Tipps erhalten? Wählen Sie aus!
Situationen*
Gebäudeteile*
Gebäude und Standort
Rund ums Gebäude
Untergeschoss
Fassade
Dach
Naturgefahren*
verbergen
einblenden

Das können Sie tun, um Ihr Gebäude zu schützen

Hier finden Sie die Empfehlungen zu Ihrer Abfrage.

Wieviel Schutz braucht Ihr Gebäude?

  • Legen Sie für Ihr Gebäude die sogenannten Schutzziele fest (s. Checkliste). Ziehen Sie dazu eine Fachperson bei.
    Nur wenn Sie wissen, gegen welche Ereignisse und wie stark Sie Ihr Gebäude schützen wollen, können Sie geeignete Massnahmen treffen.
    Orientieren Sie sich an den Empfehlungen der Kantonalen Gebäudeversicherungen zu den Schutzzielen.
    Lassen Sie die Gefährdung Ihres Gebäudes von einer Fachperson dokumentieren und benutzen Sie dazu die Checkliste.

  • Mindestens jedes 10. Gebäude in der Schweiz ist von einer Gefährdung betroffen. Ein Check lohnt sich auf jeden Fall.

    Informieren Sie sich anhand der Gefahrenkarten über die Gefährdung im Umfeld Ihres Gebäudes.

  • Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz hat keine Rechtsverbindlichkeit. Sie ist eine fachtechnische Grundlage und hat hinweisenden Charakter.

    Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss gibt Auskunft, wo bei starkem Regen Wasser abfliesst und wo es sich aufstauen kann, z.B. in Mulden oder an Hindernissen. Sie bietet Bauherren, Architekten und Ingenieuren rasch einen Überblick über mögliche Gefahren und allfällige Risiken.

    grosse Kartenansicht in neuem Browserfenster öffnen

    Legende
    Legende

    Vorsicht: Weil es sich bei der Gefährdungskarte um ein reines Modellierungsprodukt handelt, ist die korrekte Interpretation mit einer Plausibilisierung der Abflusswege vor Ort entscheidend. Kleinstrukturen wie Trottoir-Ränder oder Stellriemen, aber auch Unterführungen oder Durchlässe sind im Modell nicht berücksichtigt. Weiterführende Informationen:

  • Profitieren Sie von Erfahrungen Anderer: Fragen Sie Nachbarn, andere Ortskundige und Ihre Gebäudeversicherung zu vergangenen Ereignissen und Schäden.

  • Wenn im Umfeld Ihres Gebäudes eine Gefährdung existiert: Wenden Sie sich an die Fachstellen im Standortkanton.

Welche Massnahmen Sie treffen können...

  • Sparen Sie nicht am falschen Ort: Treffen Sie vorsorgliche Schutzmassnahmen für Ihr Gebäude. Dann können Sie bei einem Ereignis ruhig schlafen. Improvisierte Massnahmen im Notfall wirken oft nicht so, wie man sich das vorgestellt hat.

  • Stellen Sie sicher, dass das Wasser von Dächern, Balkonen und Terassen gut abfliessen kann: Dachrinnen, Bodeneinläufe und Fallrohre müssen regelmässig inspiziert und gereinigt werden.
    Bei älteren Gebäuden empfiehlt sich eine Prüfung, ob und wie die heutigen Baunormen zur Notentwässerungen durch Nachrüstung erreicht werden können.

  • Wählen Sie in den Geschossen, die überschwemmt werden könnten, wasserunempfindliche Materialien für Böden, Wände und Decken.

  • Die sogenannte Schutzhöhe legt fest, bis zu welcher Überschwemmungshöhe das Gebäude geschützt werden soll.

    Bei Überschwemmungen können Wasser und Schmutz in Aussenwände eindringen. Aufgrund der Feuchtigkeit kann Schimmel entstehen. Achten Sie deshalb darauf, dass der gesamte Wandaufbau bis zur Schutzhöhe (Sockelbereich) abgedichtet und einfach zu reinigen ist.

  • Die Dachränder sind stark exponiert. Achten Sie deshalb in diesem Bereich besonders auf die Befestigung der einzelnen Teile.

  • Im Hagelregister können Sie prüfen, ob ein Produkt «nur» funktionsfähig bleibt oder dem Hagel auch optisch unversehrt standhält.
    Hinweise: Bei Lamellenstoren gibt es derzeit keine Produkte mit HW 3. Rein optische Schäden werden nicht immer von der Versicherung übernommen.

    Wählen Sie für den Sonnenschutz (z.B. Storen, Rollläden oder Fensterläden) Produkte, die dem Hagel standhalten. In der Fachsprache: Hagelwiderstand 3 (HW 3) oder höher.

  • Nicht tragende Bauteile, Einrichtungen und Installationen können bei einem Erdbeben sehr grosse Schäden verursachen und Personen verletzen. Besonders anfällig sind beispielsweise Zwischenwände, Rohrleitungen, abgehängte Decken, Lüftungskanäle, Beleuchtungssysteme, Aufzuganlagen, Fassadenelemente, Tanks, Elemente der Notstromversorgung sowie das Mobiliar. Die Sicherung dieser Bauteile und Einrichtungen kann nach einem Erdbeben massgeblich darüber entscheiden, ob die Funktionalität des Gebäudes erhalten bleibt.

    Publikation "Erdbebensicherheit sekundärer Bauteile und weiterer Installationen und Einrichtungen"

  • Fragen Sie Ihren Planer oder Ihren Maler nach geeigneten, geprüften Systemen.

    Lackierte Holzteile nehmen schnell Schaden. Bevorzugen Sie lasierte oder im Rohzustand belassene Teile.

  • Schwimmbadabdeckungen sind dem Hagel ausgesetzt. Achten Sie auf Material mit hohem und lange beständigem Hagelwiderstand.

  • Eine Blitzschutzanlage bietet effektiven Schutz für Ihr Gebäude. Vorsicht: Elektrische Geräte und Anlagen im Innern des Gebäudes sind durch den äusseren Blitzschutz nicht vor Überspannung geschützt. Treffen Sie deshalb auch Massnahmen für den inneren Blitzschutz, beispielsweise mit einem Kombi-Überspannungsableiter. Idealerweise ergänzt der innere Blitzschutz den äusseren. Lassen Sie sich zur Installation von einer Fachperson beraten (Kantonale Fachstellen).

Woran Sie auch in Zukunft denken sollten...

  • Damit Abläufe nicht verstopfen: Entfernen Sie monatlich Laub und anderes Material aus Schachtgittern. Säubern Sie alle paar Monate die Einläufe und lassen Sie alle 5 Jahre die Leitungen spülen.

  • Säubern Sie Abläufe und Notüberlaufe bei Balkon, Terrasse und Flachdach regelmässig, damit das Wasser immer gut abfliessen kann. Reinigen Sie auch Ihre Dachrinnen einmal im Jahr.

  • Denken Sie auch an Gegenstände, die Ihnen aus persönlichen Gründen wichtig sind, wie Fotoalben oder Erinnerungsstücke.

    Lagern Sie keine wasserempfindlichen und wertvollen Gegenstände in Räumen, die überschwemmt werden könnten.

  • Beispiel: Alter, spröder Kunststoff von Lichtkuppeln wird viel schneller vom Hagel durchschlagen und lässt dann Wasser durch.

    Nichts hält ewig: Tauschen Sie gealterte Baustoffe rechtzeitig aus. Vielfach sieht man ihnen nicht an, wenn sie ihre Widerstandsfähigkeit – manchmal schon nach wenigen Jahren – verloren haben. Verwenden Sie möglichst dauerhafte Baustoffe.

  • Lassen Sie das Dach Ihres Gebäudes mindestens alle 10 Jahre und nach schwerem Sturm oder Hagel vom Dachdecker kontrollieren.

  • Ersetzen Sie alte, spröde gewordene und meist zum Rand hin gespannte Dachfolien rechtzeitig. Sie gehen bei Hagel schnell kaputt und es kann Wasser eindringen. Die Folge sind grosse Schäden im Dachaufbau.
    Achten Sie darauf, dass der UV-Schutz durch Kiesbelag oder Begrünung lückenlos ist und bis zum Rand reicht.

  • Ersetzen Sie bei Storen und Rollläden rechtzeitig gealterte Seile und Kunstoffteile, die schnell kaputtgehen können.

  • Morsche Bäume und Äste können stürzen und Gebäude massiv beschädigen. Achten Sie auf den Baumzustand und ziehen Sie im Zweifel einen Spezialisten bei, um rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen.

  • Nichts hält ewig: Überprüfen Sie Hochwasserschutzmassnahmen wie Dämme, Mauern usw. regelmässig und reparieren Sie sie falls nötig. Das macht sich bezahlt.

Was Sie im Notfall noch tun können...

  • Das Glas der Fensterscheiben ist bedeutend resistenter als das Material der Storen. Wetterdienste geben heute Unwetterwarnungen in der Regel rechtzeitig ab.

    Ziehen Sie Storen immer hoch, wenn ein Unwetter droht. Stellen Sie sicher, dass dies bei Ihrer Abwesenheit jemand übernimmt.

    Mit Klick auf diese Schaltfläche werden Videos von YouTube auf der gesamten Website eingebettet. YouTube kann diesfalls Daten über Sie sammeln.

    Mit Klick auf diese Schaltfläche werden Videos von YouTube auf der gesamten Website eingebettet. YouTube kann diesfalls Daten über Sie sammeln.

    Dieser Präventions-Spot wurde freundlicherweise von der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung und der Gebäudeversicherung des Kantons Basel-Stadt zur Verfügung gestellt.