Starker Regen bzw. Oberflächenabfluss

Oberflächenabfluss (Bild: VKF)
Bildquelle: VKF

Grundlagen

Starke Regenfälle verursachen in der ganzen Schweiz immer wieder Überschwemmungen, auch weit entfernt von Bächen, Flüssen und Seen. Schäden entstehen, wenn Wasser auf der Geländeoberfläche abfliesst (Oberflächenwasser) und durch Gebäudeöffnungen (Fenster, Zufahrten, Lichtschächte etc.) oder undichtes Mauerwerk in ein Gebäude eindringt. Besonders gefährdet sind Geländemulden und -rinnen sowie Hanglagen und grosse versiegelte Gebiete wie innerstädtische Bereiche. Regenwasser kann sich auch auf dem Grundstück selbst ansammeln, wenn zum Beispiel Balkon, Terrasse oder Dach ungenügend entwässert sind. Bei heftigem Regen ist typischerweise auch die Kanalisation überlastet und es kommt zu einem Rückstau – da kann das Wasser auch Keller von innen fluten. Speziell in Untergeschossen sind Personen gefährdet.

Weil sich starker Regen meist nur kurzfristig vorhersagen lässt, bleibt bei einem Ereignis kaum Zeit zu reagieren. Effektiven Schutz bieten nur permanente bauliche Massnahmen. Sie sind deshalb kurzfristig aufzubauenden, mobilen Schutzmassnahmen vorzuziehen.

Empfohlenes Schutzziel: Das Gebäude bleibt bis zu einem 100-jährlichen Regenereignis auch in Untergeschossen trocken und intakt. Ein höherer Schutz kann bei grösserem Schadenpotenzial (z.B. intensiv genutzte Untergeschosse mit Aufenthaltsräumen oder teurer Infrastruktur) oder bei empfindlicher Bauweise, beispielsweise mit Holz oder Aussendämmungen sinnvoll sein.

Wie entsteht Oberflächenabfluss?

Fällt starker Regen auf verdichtete, wassergesättigte oder gefrorene Böden, kann das Wasser kaum versickern und fliesst an der Oberfläche ab. Das kann flächig oder in Form von lokalen Quellen erfolgen.

Strassen und Plätze müssen mit baulichen Massnahmen entwässert werden, da eine natürliche Versickerung nicht möglich ist. Die Entwässerung im Siedlungsgebiet wird in der Schweiz auf ein 5- bis 10-jährliches Regenereignis ausgelegt. Bei heftigeren Ereignissen fliesst Wasser an der Oberfläche ab.

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Fachbegriffe

Die Fliessgeschwindigkeit kann bei Überschwemmungen in steilem Gelände (≥ 5-10 %) über 2 m/s erreichen. So hohe Geschwindigkeiten treten insbesondere entlang kanalisierter Bereiche auf (z.B. Strassenzüge und Trockenrinnen). In flacherem Gelände (< 2 %) reduziert sich die Geschwindigkeit auf deutlich unter 2 m/s.

Die Anstiegsgeschwindigkeit beschreibt die Schnelligkeit, mit der das Wasser bei Überschwemmungen ansteigt. Dieser Wert ist entscheidend für die Einschätzung der Bedrohung von Personen in und ausserhalb von Gebäuden. Bei Überschwemmungen wegen Verklausung (Verstopfung durch Schwemmgut bei Brücken, Durchlässen und Engstellen), bei Dammbrüchen oder der Verlagerung eines Gerinnes ist die Anstiegsgeschwindigkeit hoch.

Die Vorwarnzeit, d.h. die Dauer von der Gefahrenerkennung bis zum Überschwemmungsbeginn, ist in der Schweiz allgemein sehr kurz. Deshalb bieten permanente bauliche Massnahmen den besten Schutz. Temporäre Schutzmassnahmen bringen nur dann etwas, wenn Betroffene die Gefahr frühzeitig erkennen können und entsprechend organisiert sind (Notfallorganisation).

Die Überschwemmungsdauer beginnt zum Zeitpunkt der Benetzung mit Wasser und endet, wenn sich das Wasser vollständig zurückzieht. Überschwemmungen infolge Oberflächenwasser dauern wenige Minuten bis Stunden, abgesehen von Geländemulden ohne Abfluss.

Die Überschwemmungshöhe beschreibt den lokal bei einem bestimmten Ereignis zu erwartenden Wasserstand. Sie ist massgebend für die Ermittlung der Schutzhöhe. Diese legt fest, bis zu welcher Überschwemmungshöhe ein Gebäude vor Wassereintritt geschützt wird.

Die Rückstauebene ist die höchste Ebene, bis zu der das Wasser in einer Entwässerungsanlage ansteigen kann. Es wird unterschieden zwischen: a) errechneter Rückstauebene gemäss Generellem Entwässerungsplan (GEP) und b) maximal möglicher Rückstauebene. Letztere entspricht der Überschwemmungshöhe nach einem starken Regen.

Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz

Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss gibt Auskunft über die Abflusswege und zeigt jene Stellen, an denen sich das Wasser aufstauen könnte, z.B. in Mulden oder an Hindernissen.

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Legende
Legende

Vorsicht: Weil es sich bei der Gefährdungskarte um ein reines Modellierungsprodukt handelt, ist die korrekte Interpretation mit einer Plausibilisierung der Abflusswege vor Ort entscheidend. Kleinstrukturen wie Trottoir-Ränder oder Stellriemen, aber auch Unterführungen oder Durchlässe sind im Modell nicht berücksichtigt. Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz hat keine Rechtsverbindlichkeit. Sie ist eine fachtechnische Grundlage und hat hinweisenden Charakter. Weiterführende Informationen:

Dimensionierung der Entwässerung

Die zu erwartenden Regenmengen sind regional stark unterschiedlich. Bei einem 100-jährlichen Regenereignis liegen sie oft deutlich höher, als die gemäss SN 592'000 empfohlenen
0.030 l/sm2 zur Dimensionierung der Liegenschaftsentwässerung. Wasser, das nicht über die Grundstücksentwässerung und die Kanalisation abgeführt werden kann, staut ein. Exponierte Gebäudeöffnungen und benetzte Teile der Gebäudehülle sind deshalb so zu gestalten, dass kein Wasser in das Gebäude eindringen kann und empfindliche Materialien vor Nässe und Schmutz geschützt sind. Zudem darf um- oder abgeleitetes Wasser die Gefährdung auf benachbarten Grundstücken nicht erhöhen.

Örtliche extreme 10-Minuten Regenmengen r [l/sm2] abgeleitet mittels Extremwertstatistik aus Messwerten von 1981-2013 (Quelle: MeteoSchweiz, 2014)

Bei erhöhtem Schadenpotenzial (z.B. intensiv genutzte Untergeschosse mit Aufenthaltsräumen oder teurer Infrastruktur) kann auch ein höherer Schutz sinnvoll sein.

Gefährdungsbilder

Gefährdungsbild 1: Hanglage

Das Oberflächenwasser strömt von höher liegenden Hängen auf das Grundstück zu.

Gefährdungsbild 2: Muldenlage

Das Oberflächenwasser sammelt sich auf dem muldenartigen Grundstück.

Gefährdungsbild 3: Zufluss von Strassenwasser

Das Oberflächenwasser von angrenzenden Böschungen und der Rückstau der Kanalisation sammeln sich auf der Strasse und gelangen über die Strasse auf das Grundstück.

Gefährdungsbild 4: Zufluss von Dach- und Platzwasser

Die Entwässerungseinrichtungen von Dächern und Plätzen vermögen das Wasser nicht aufzunehmen. Es kommt zu einem kurzzeitigen Aufstau auf Flachdächern und auf Plätzen. Wasser kann ins Gebäude eindringen.

Gefährdungsbild 5: Regen mit Wind (Schlagregen)

Wird Regen von Sturm begleitet, kann windgetriebenes Wasser durch die Gebäudefassade ins Gebäudeinnere gelangen.

Gefährdungsbild 6: Starker Regen mit Hagel

Tritt starker Regen gemeinsam mit Hagel auf, können Hagelkörner und abgeschlagene Blätter Schächte und Abläufe verstopfen. Wenn die Gebäudehülle durch Hagel beschädigt wird, kann Wasser ins Gebäudeinnere eintreten.

Gefährdungsbild 7: Grundwasser

Das Grundwasser steigt nach starkem Regen und Hochwasser an und tritt über Öffnungen und die undichte Gebäudehülle in Untergeschosse ein. In Extremfällen kann es bis über die Terrainoberfläche ansteigen und über das Erdgeschoss ins Gebäude gelangen. Ein Anstieg des Grundwassers kann auch zum Aufschwimmen des Gebäudes und damit zu statischen Problemen führen.

Gefährdungsbild 8: Kanalisationsrückstau

Ist das Kanalisationssystem überlastet, kann es zu einem Rückstau kommen.

Eintrittswege von Wasser in Gebäude

Eintrittswege von Wasser bei starkem Regen und Hochwasser
  1. Wasser durchdringt Kellerwände / Bodenplatte
  2. Wasserrückstau aus der Kanalisation
  3. Wasser dringt durch undichte Hausanschlüsse (Rohrwege, nicht druckwasserdicht ins Mauerwerk eingebettete Kabel) oder durch undichte Fugen
  4. Wasser strömt durch Lichtschächte und Kellerfenster
  5. Wasser durchsickert die Aussenwand
  6. Wasser dringt durch Tür- und Fensteröffnungen
  7. Wasser durchdringt Fassade bei starkem Regen mit Sturm
  8. Wasser dringt über das Dach und den Balkon in das Gebäude ein
  9. Hagel verstopft die Entwässerungseinrichtungen und kann so zum Eindringen von Wasser in das Gebäude führen (siehe Punkte 4, 5 und 6)

Als Folge von kurzzeitigem Stau bei starkem Regen auf Flachdächern und Balkonen kann Wasser in Räume eindringen oder die Konstruktion beschädigen (Leichtbauweise).

Aufgestautes Wasser auf Terrasse bei starkem Regen.
Aufgestautes Wasser auf Terrasse bei starkem Regen.
Als Folge von kurzzeitigem Wassereinstau bei starkem Regen auf Flachdächern und Balkonen kann das Wasser in Räume eindringen (Im Bild: über Steckdose).
Als Folge von kurzzeitigem Wassereinstau bei starkem Regen auf Flachdächern und Balkonen kann das Wasser in Räume eindringen (Im Bild: über Steckdose).

Schadenarten/-ursachen

Bei Vernässung und Ablagerung von Schlamm verlieren Gebäudeausbauten (Böden, Wände, Decken), Installationen und Gebäudeinhalte ganz oder teilweise ihren Wert. In Einzelfällen kann auch das Tragwerk betroffen sein. Vernässung wirkt in der Regel über die maximale Überschwemmungshöhe hinaus: Wegen der Kapillarität in Wänden und durch das Verdunsten von Wasser sind auch Bereiche oberhalb der Überschwemmungshöhe betroffen. Alle löslichen und nicht löslichen Stoffe, die das Wasser mitführt, verursachen erhebliche Verschmutzung. Produkte aus Holz, Papier, Textilien oder Gips erleiden Totalschaden, wenn sie Wasser aufsaugen. Kurzschlüsse bei elektrischen Einrichtungen können zudem Brände auslösen, technische Einrichtungen zerstören und Personen gefährden. Weitere Schäden können durch chemische Reaktionen mit gelagerten Stoffen oder durch die Einlagerung von Fest- und Geruchsstoffen entstehen.

Schutzmassnahmen

Die Terraingestaltung um und auf dem Grundstück entscheidet darüber, wie viel Oberflächenwasser sich ansammelt und wohin es abfliesst. Wer Muldenlagen meidet und den Wasserabfluss konsequent vom Gebäude weg plant, erzielt in der Regel bereits einen guten Schutz. Zusätzlich kann man potenziell gefährdete Gebäudeöffnungen abdichten oder erhöht anordnen.

Vorschläge für Schutzmassnahmen zu einzelnen Bauteilen und zum konzeptionellen Vorgehen: Gebäudeschutz

Normen und Richtlinien

Allgemeine Bau- und Tragwerksnormen

Allgemein

SIA 480 (2016): Wirtschaftlichkeitsrechnung für Investitionen im Hochbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Zürich.

Tragwerksnormen

SIA 260 (2013): Grundlagen der Projektierung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261 (2014): Einwirkungen auf Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 261/1 (2003): Einwirkungen auf Tragwerke – Ergänzende Festlegungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA D 0188 (2006): Wind – Kommentar zum Kapitel 6 der Normen SIA 261 und 261/1 (2003) Einwirkungen auf Tragwerke. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269 (2011): Grundlagen der Erhaltung von Tragwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 269/1 (2011): Erhaltung von Tragwerken - Einwirkungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich

SIA 465 (1998): Sicherheit von Bauten und Anlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 469 (1997): Erhaltung von Bauwerken. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

ISO 4354 (2009): Actions du vent sur les structures.

Bauproduktenormen mit Anforderungen betreffend Starkregen (Auswahl)

Aussenwandsysteme

EN 12865 (2001): Wärme- und feuchteschutztechnisches Verhalten von Bauteilen – Bestimmung des Widerstandes des Aussenwandsystems gegen Schlagregen bei pulsierendem Luftdruck.

EN ISO 15927-3 (2009): Wärme- und feuchteschutztechnisches Verhalten von Gebäuden – Berechnung und Darstellung von Klimadaten – Teil 3: Berechnung des Schlagregenindexes für senkrechte Oberflächen aus stündlichen Wind- und Regendaten (ISO 15927-3:2009).

ÖNORM B 1300 (2012): Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude – Regelmässige Prüfroutinen im Rahmen von Sichtkontrollen und zerstörungsfreien Begutachtungen, Grundlagen und Checklisten.

Türen, Fenster, äussere Abschlüsse

SIA 329 (2018): Vorhangfassaden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.003 (1999): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Leistungsanforderungen und Klassifizierung (SN EN 12154). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.004 (2000): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Laborprüfung unter Aufbringung von statischem Druck (SN EN 12155). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.006 (2011): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Laborprüfung mit wechselndem Luftdruck und Besprühen mit Wasser. (SN EN 13050). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 329.007 (2001): Vorhangfassaden – Schlagregendichtheit – Feldversuch. (SN EN 13051). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331 (2012): Fenster und Fenstertüren. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.053 (2001): Fenster und Türen – Schlagregendichtheit – Prüfverfahren. (SN EN 1027). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.181 (2002): Glas im Bauwesen – Pendelschlagversuch – Verfahren für die Stossprüfung und die Klassifizierung von Flachglas. (SN EN 12600). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 331.302 (1999): Fenster und Türen – Schlagregendichtheit – Klassifizierung. (SN EN 12208). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Ift – Richtlinie FE-05/2 (2005): Einsatzempfehlungen für Fenster und Aussentüren; Richtlinie zur Ermittlung der Mindestklassifizierung in Abhängigkeit der Beanspruchung; Teil 1 Windwiderstand, Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit.

Ift – Richtlinie FE-07/1 (2005): Hochwasserbeständige Fenster und Türen. Anforderungen, Prüfung, Klassifizierung.

ISO 15821 (2007): Türen, Türelemente und Fenster – Prüfung der Schlagregendichtheit unter dynamischem Druck – unter Zyklonbedingungen.

SIA 342 (2009): Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.001 (1998): Markisen – Widerstandsfähigkeit gegenüber der Belastung durch Wasseransammlung – Prüfverfahren. (SN EN 1933). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.016 (2015): Markisen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13561). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 342.017 (2015): Abschlüsse aussen – Leistungs- und Sicherheitsanforderungen. (SN EN 13659). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343 (2014): Türen und Tore. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.102 (2000): Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser – Klassifizierung. (SN EN 12425). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 343.111 (2000): Tore – Widerstand gegen eindringendes Wasser – Prüfverfahren. (SN EN 12489). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Dach- und Fassadenbekleidungsprodukte

SIA 232/1 (2011): Geneigte Dächer. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232/2 (2011): Hinterlüftete Bekleidung von Aussenwänden. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/232 (2011): Allgemeine Bedingungen für geneigte Dächer und hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden – Vertragsbedingungen zu den Normen SIA 232/1:2011 und 232/2:2011. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.301+A1 (2014): Lichtdurchlässige, einschalige profilierte Platten aus Kunststoff für Innen- und Aussenanwendungen an Dächern, Wänden und Decken - Anforderungen und Prüfverfahren. (SN EN 1013+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.601+A1 (2016): Faserzement-Dachplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 492+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.602+A1 (2015): Faserzement-Wellplatten und dazugehörige Formteile - Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 494+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.603+A1 (2016): Faserzement-Tafeln – Produktspezifikationen und Prüfverfahren. (SN EN 12467+A1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.105 (2013): Dach- und Formziegel - Begriffe und Produktspezifikationen. (SN EN 1304). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 243 (2008): Verputzte Aussenwärmedämmung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 232.353 (2006): Dachdeckungen – Dachlichtbänder aus Kunststoff mit oder ohne Ausetzkränzen - Klassifizierung, Anforderungen und Prüfverfahren (SN EN 14963).

SIA 271 (2007): Abdichtungen von Hochbauten. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 270 (2014): Abdichtungen und Entwässerungen - Allgemeine Grundlagen und Abgrenzungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281 (2013): Dichtungsbahnen - Kunststoff- Dichtungsbahnen, bitumenhaltige Dichtungsbahnen und Ton-Dichtungsbahnen - Produkte- und Baustoffprüfungen, Werkstoffbezeichnungen. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abdichtungsbahnen

SIA 289.307 (2012): Abdichtungsbahnen – Bitumen-, Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtungen – Bestimmung des Widerstandes gegen Hagelschlag. (SN EN 13583). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 281.001 (2013): Abdichtungsbahnen – Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen - Definitionen und Eigenschaften (EN 13707).

SIA 280.101 (2012): Abdichtungsbahnen – Kunststoff- und Elastomerbahnen für Dachabdichtung – Definitionen und Eigenschaften (EN 13956).

Fugenabdichtungen

SIA V118/274 (2010): Allgemeine Bedingungen für Abdichtung von Fugen in Bauten – Vertragsbedingungen zur Norm Sia 274:2010. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 274 (2010): Abdichtung von Fugen in Bauten – Projektierung und Ausführung. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Grundwasserabdichtungen

SIA 272 (2009): Abdichtungen und Entwässerungen von Bauten unter Terrain und im Untertagbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Solarkollektoren

EN 12975-1+A1 (2011): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.

EN 12975-2 (2006): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Kollektoren – Teil 2: Prüfverfahren.

ISO 9806 (2014): Solarenergie - Thermische Solaranlagen - Prüfverfahren.

EN 12976-2 (2017): Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile – Vorgefertigte Anlagen – Teil 2: Prüfverfahren.

EN 61215 (2006): Terrestrische kristalline Silizium-Photovoltaik-(PV)-Module – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 61215:2005).

EN 62108 (2008): Konzentrator-Photovoltaik(CPV)-Module und –Anordnungen – Bauarteignung und Bauartzulassung (IEC 62108:2007).

Gewächshäuser

SIA 328.001 (2001): Gewächshäuser – Bemessung und Konstruktion – Teil 1: Kulturgewächshäuser. (SN EN 13031-1). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

Abwassertechnik

SIA 190.122 (2002): Rückstauverschlüsse für Gebäude – Teil 2: Prüfverfahren (SN EN 13564-2). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 190.123 (2003): Rückstauverschlüsse für Gebäude – Teil 3: Güteüberwachung (SN EN 13564-3). Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

VSS-102 (2002): Entwässerungsrinnen für Verkehrsflächen – Klassifizierung, Bau und Prüfungsgrundsätze, Kennzeichnung und Beurteilung der Konformität (SN EN 1433).

SIA 190.254 (2015): Abwasserhebeanlagen für die Gebäude- und Grundstücksentwässerung – Bau- und Prüfungsgrundsätze – Teil 4: Rückflussverhinderer für fäkalienfreies und fäkalienhaltiges Abwasser (SN EN 12050-4).

SSIV-10 (2000): Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung (SN EN 12056-3).

SSIV-12 (2000): Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 5: Installation und Prüfung, Anleitung für Betrieb, Wartung (SN EN 12056-5).

SN 592 000 (2012): Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

SN 640 350 (2001): Oberflächenentwässerung von Strassen; Regenintensitäten. Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute VSS.

SIA 318 (2009): Garten- und Landschaftsbau. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

SIA 118/318 (2009): Allgemeine Bedingungen für Garten- und Landschaftsbau – Vertragsbedingungen zur Norm SIA 318:2009. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich.

EN 752 (2008): Entwässerungssysteme ausserhalb von Gebäuden.

Technische Richtlinien (Auswahl)

Allgemein

HEV (2016): Paritätische Lebensdauertabelle. Hauseigentümerverband Schweiz / Schweizerischer Mieterinnen und Mieterverband. (Online-Tool)

Dach

Fibrecem (2000): Richtlinien zur Planung und Ausführung von geneigten Dächern mit Faserzementprodukten. Schweizerischer Faserzement-Verband, Niederurnen.

Suissetec (2003): Wegleitung für die Bemessung der Befestigung von Bekleidungen und Deckungen aus Dünnblech. Schweizerisches Spenglereigewerbe, Suissetec.

VSZ (2002, 2. Auflage): Das Tonziegeldach. Verband Schweizerische Ziegelindustrie, Zürich (www.swissbrick.ch).

Entwässerung

Suissetec (2016): Richtlinie „Dachentwässerung“ . Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband, Suissetec. (auch als Web-App erhältlich)

Suissetec/VSA (2012): SN 592000:2012: Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung.

VSA (1996): Planung der Liegenschaftsentwässerung. Informationsforum der VSA Fachgruppe „Liegenschaftsentwässerung“, Olten.

VSA (2002): Regenwasserentsorgung: Richtlinie zur Versickerung, Retention und Ableitung von Niederschlagswasser in Siedlungsgebieten. Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute, Zürich. (Update 2008 zur Richtlinie)

Glas

SIGaB (2007): Sicherheit mit Glas. Dokumentation, Schweizerisches Institut für Glas am Bau, Schlieren.

Gewächshäuser

Deutsche Hagel (1984): Schadenerfahrungen mit Eindeckungsmaterialien von Gewächshäusern. Deutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, Nr. 12, Wiesbaden

Holz

EMPA (2009): Hagelwiderstand von Holzfassaden. Abschlussbericht Fonds zur Förderung der Wald- und Holzforschung, Projekt 2008.04. Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, Dübendorf

Lignum (2012): Holzbautabellen – Handbuch für die Bemessung. Lignum, Zürich. (Lignum-"Holzbautabellen 2" online)

Lignum (1999): Fassadenverkleidungen aus unbehandeltem Holz. Lignatec Nr. 8, ISSN 1421-0320, Zürich

Literatur

Allgemein

Egli, Th. (2007): Wegleitung Objektschutz gegen meteorologische Naturgefahren. Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern. (Download)

Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherer (2014): Prevent-Building – eine Methodik und ein Werkzeug zur Beurteilung der Wirksamkeit und Zumutbarkeit von Objektschutzmassnahmen an Gebäuden gegen gravitative und meteorologische Naturgefahren. Bericht Phase 1 mit Anpassungen aus Phase 2. Arbeitsgemeinschaft Prevent-Building: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Egli Engineering AG, Geotest AG, B,S,S,. Volkswirtschaftliche Beratung, Version 12.05.2014. (Download)

Suda, J. und Rudolf-Miklau, F. (Hrsg.) (2012): Bauen und Naturgefahren, Handbuch für konstruktiven Gebäudeschutz. Springer, Wien.

Staub, B. (2018): Massnahmen zum Schutz der Gebäudehülle gegen Sturm, Hagel, Regen und Schnee. FAN Agenda 2/2018. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Staub, B. (2017): Gebäudeschutz gegen Naturgefahren. FAN Agenda 2/2017. Fachleute Naturgefahren Schweiz. (Download)

Starkregen / Oberflächenabfluss

Bernet DB, Sturny RA, Berger C, Kipfer A, Prasuhn V, Staub B, Stoll S, Thomi L (2018): Werkzeuge zum Thema Oberflächenabfluss als Naturgefahr – eine Entscheidungshilfe. Beiträge zur Hydrologie der Schweiz, Nr. 42, Bern.

Fukutome et al. (2015): Automatic threshold and run parameter selection: a climatology for extreme hourly precipitation in Switzerland. Theor Appl Climatol (2015) 120: 403. doi:10.1007/s00704-014-1180-5

Geo7 (2018): Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz - Technischer Bericht.

Heinrichs et al. (2016): Gebäude- und Grundstücksentwässerung. Kommentar Planung und Durchführung DIN 1986-100 und DIN EN 12056-4, Beuth Verlag GmbH.

MeteoSchweiz (2014): Extremwertanalyse für Kurzzeit Niederschlagsspitzen. Bericht des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie zuhanden der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern. (www.klima-extreme.ch)

Rickli, Ch., Forster, F. (1997): Einfluss verschiedener Standorteigenschaften auf die Schätzung von Hochwasserabflüssen in kleinen Einzugsgebieten. Schweizerische Zeitschrift für das Forstwesen, Nr. 148, Zürich.

Robinson, G., Baker, M.C. (1975): Wind-driven rain and buildings. National Research Council Canada No. 14792, Ottawa. doi:10.4224/20373773

Rüttimann, D. (2010): Wegleitung punktuelle Gefahrenabklärung Oberflächenwasser. Egli Engineering AG, St. Gallen.

Scherrer, S. (1997): Abflussbildung bei Starkniederschlägen – Identifikation von Abflussprozessen mittels künstlicher Niederschläge. Mitteilung Nr. 147, Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie, ETH, Zürich.

Suter, U. (2013): Definition der Schutzhöhe beim Objektschutz Hochwassergefahren - Regelanwendung, Suter Hydro Engineering AG, Meilen.

van Mook, F.J.R. (2002): Driving rain on building envelopes. Fakultät für Architektur, Planung und Gebäude, Bausteine 69, Technische Universität, Eindhoven. doi:10.6100/IR563455

Vanomsen, P. (2011): Wasserdichte Türen und Fenster – Übersicht der Normenwerke und ausgewählte Bauprodukte, Egli Engineering AG, St. Gallen und Bern.