Gebäudetyp*
Wozu möchten Sie Tipps erhalten? Wählen Sie aus!
Situationen*
Gebäudeteile*
Gebäude und Standort
Rund ums Gebäude
Untergeschoss
Fassade
Dach
Naturgefahren*
verbergen
einblenden

Das können Sie tun, um Ihr Gebäude zu schützen

Klappen sie hier die Empfehlungen auf und passen Sie bei Bedarf die Kriterien im oben stehenden Auswahlmenü auf Ihr Bauvorhaben an.

Wieviel Schutz braucht das Gebäude?

  • Legen Sie für Ihr Bauprojekt Schutzziele fest. Nur wenn Sie wissen, gegen welche Naturgefahren und wie gut Sie das Gebäude schützen wollen, können Sie geeignete Massnahmen treffen.

  • Je früher in der Planung Sie den Schutz vor Naturgefahren berücksichtigen, desto eher lassen sich ästhetisch ansprechende und kostengünstige Lösungen realisieren.

  • Wahl des Gebäudestandorts ausserhalb von Gefahrenzonen

    Weichen Sie der Gefahr durch gravitative Naturgefahren wie Einsturz, Lawinen, Steinschlag, Murgang, Rutschung oder Hochwasser wenn immer möglich aus und bevorzugen Sie einen Gebäudestandort ausserhalb von Gefahrenzonen. Vorsicht: auch bei einer geringen Gefährdung kann – je nach Nutzung und potentiell gefährdeten Sachwerten – das Risiko erheblich sein!

  • Vorsicht: Jedes Gebäude ist starkem Regen, Hagel oder Sturm ausgesetzt und entsprechend zu schützen!

    Gefahrenkarten zeigen, wie stark das Grundstück gefährdet ist.

  • Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz hat keine Rechtsverbindlichkeit. Sie ist eine fachtechnische Grundlage und hat hinweisenden Charakter.

    Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss gibt Auskunft, wo bei starkem Regen Wasser abfliesst und wo es sich aufstauen kann, z.B. in Mulden oder an Hindernissen. Sie bietet einen Überblick über mögliche Gefahren und allfällige Risiken. Weil es sich bei der Gefährdungskarte um ein reines Modellierungsprodukt handelt, ist die korrekte Interpretation mit einer Plausibilisierung der Abflusswege vor Ort entscheidend. Kleinstrukturen wie Trottoir-Ränder oder Stellriemen, aber auch Unterführungen oder Durchlässe sind im Modell nicht berücksichtigt. Weiterführende Informationen: 

    Webseite des BAFU zur Gefährdungskarte Oberflächenabfluss

    Typische Gefährdungsbilder und Schäden bei Regen und Oberflächenabfluss

    grosse Kartenansicht in neuem Browserfenster öffnen

    Legende
    Legende

  • Für gewisse Naturgefahren geben Normen und gesetzliche Vorgaben das Schutzziele vor. Erkundigen Sie sich frühzeitig bei Gemeinde, Kanton und Versicherungen.

    Definieren Sie für das Gebäude die sogenannte Schutzhöhe. Diese sagt aus, bis zu welcher Überschwemmungshöhe das Gebäude geschützt werden soll. Vorsicht: Bei einer Überschwemmung sind auch die Fliessrichtung und -geschwindigkeit und der damit verbundene Wellengang einzurechnen. Ziehen Sie für die Planung von Schutzmassnahmen eine Fachperson bei.

  • Die Fachstellen im Standortkanton helfen Ihnen gerne weiter. Auch ortskundige Personen wie Förster oder Angehörige der Feuerwehr können oft Auskunft geben über vergangene Ereignisse und Schäden.

  • Beispiel: Oft endet die berechnete Sturmsicherheit beim Tragwerk des Daches. An die normgerechte Befestigung der Dachziegel wird nicht mehr gedacht.

    Starker Regen, Hagel oder Sturm können überall in der Schweiz auftreten und Gebäude gefährden. Schutzmassnahmen sind für jedes Gebäude relevant und durch Normen definiert. Verlangen Sie von Ihren Baupartnern die vollständige Umsetzung dieser Baunormen «bis zur letzten Schraube» und verwenden Sie die Checkliste zur Umsetzungsvereinbarung.

Welche Massnahmen Sie treffen können...

  • Hagelschutz: Strategien für Neubauten

    Schutz durch hagelresistente Materialien für Dach und Fassade

    Berücksichtigen Sie bei der Gebäudeausrichtung, dem Fassadenaufbau und den Entwässerungseinrichtungen die Einwirkung von Hagel und Starkregen. Verwenden Sie ausschliesslich hagelresistente Materialien für Dach und Fassade. Nutzen Sie das Hagelregister als Entscheidungshilfe (Empfehlung: mind. Widerstandsfähigkeit HW3 wählen).

    Schutz durch Dachüberstände

    Dachüberstände vermindern den direkten Hagelanprall an die Fassade.

    Mit Klick auf diese Schaltfläche werden Videos von YouTube auf der gesamten Website eingebettet. YouTube kann diesfalls Daten über Sie sammeln.

  • Beachten Sie bei der Massnahmenwahl besonders auch, ob Personen gefährdet sind.

    Strategien zum Schutz vor Regen und Hochwasser bei Neubauten

    Die Kombination der folgenden Massnahmenstrategien kann Neubauten wirkungsvoll vor starkem Regen (Oberflächenabfluss) und Hochwasser schützen (Gefährdungsbilder Regen und Hochwasser).

    Schutz durch Wahl des Gebäudestandortes
    Wählen Sie ein Grundstück, das nicht durch Hochwasser gefährdet ist (Gefahrenkarten) und konsultieren Sie die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss. Meiden Sie  beispielweise Mulden und Rinnen, in denen sich Wasser sammeln kann.

    Schutz durch Terraingestaltung
    Gestalten Sie das Terrain so, dass das Wasser abfliesst und sich nicht am Gebäude aufstaut.

    Schutz durch erhöhte Anordnung
    Platzieren Sie das Gebäude erhöht, so dass kein Wasser eintreten kann.

    Schutz durch Abdichtung und erhöhte Öffnungen
    Eine dichte Gebäudehülle schützt vor Wassereintritt. Platzieren Sie zudem die Öffnungen so, dass die Unterkante über der maximal zu erwartenden Wasserhöhe liegt.

  • Beachten Sie bei der Massnahmenwahl insbesondere, ob Personen gefährdet sind.

    Strategien gegen Sturm bei Neubauten: konsequente Bemessung nach SIA-Norm 261

    Je nach Standort, Höhe, Ausrichtung und Dachform des Gebäudes herrschen unterschiedliche Windeinwirkungen. Bemessen Sie Gebäudehülle und Tragwerk gemäss den Anforderungen ohne oder mit Innendruck (SIA-Norm 261). Berücksichtigen Sie allenfalls umstürzende Bäume in Gebäudenähe (Gefährdungsbilder Sturm).

  • Achten Sie darauf, dass das Gefälle des Terrains vom Gebäude wegführt.

    Konzeptionelle Massnahmen zur Bewältigung von Oberflächenwasser

    Erster Schritt: Schätzen Sie ab, von wo wie viel Wasser oberflächlich zufliessen kann. Die Pflicht zum Aufnehmen von oberflächlich zufliessendem Wasser ist im Schweizerischen Zivilgesetzbuch (ZGB, Art. 689) verankert. Hinweis: Schutzmassnahmen dürfen die Gefährdung von benachbarten Grundstücken nicht wesentlich erhöhen.

    Es stehen folgende Massnahmenvarianten zur Wahl – oft auch in Kombination:

    • Retention: Retentionsmulden
    • Versickerung: Versickerungsmulden, Versickerungsschächte in den Untergrund
    • Durchleiten: Abflusskorridore über das Grundstück
    • Sammeln und Abführen: Sammelrinnen und –schächte und Meteorleitungen
    • Abschirmen: Dämme / Sperren um das Gebäude herum

    Zweiter Schritt: Ermitteln Sie die auf dem Grundstück anfallende Wassermenge. Beziehen Sie dabei auch den Überlastfall von Dachentwässerungen ein.

    Dritter Schritt: Erarbeiten Sie ein Massnahmenkonzept, mit dem sich das Gebäude vor dem gesamten Wasser schützen lässt. Planen Sie dabei auch die Fliessrichtung und -geschwindigkeit und den damit verbundenen Wellengang (Geschwindigkeitshöhe) mit ein. Ebenso zu berücksichtigen ist eine Überlastung der Entwässerung und Kanalisation (Überlastfall) – stauendes Wasser darf nicht ins Gebäude eintreten.

    Bemessung der Retentions- und Versickerungsbauwerke: Richtlinie zur Versickerung, Retention und Ableitung von Niederschlagswasser in Siedlungsgebieten (VSA 2002).

  • Terraingestaltung: bestimmt den Verlauf des oberflächlich abfliessenden Wassers. Beziehen Sie den Wasserabfluss konsequent in Ihre Planung ein. So verhindern Sie, dass Wasser an die Gebäudehülle und ins Gebäude selbst gelangt.

  • Hang- und Platzentwässerung

    Berücksichtigen Sie bei der Planung der Entwässerung das oberflächlich zufliessende Wasser von angrenzenden Flächen. Zudem ist bei starkem Regen mit einem Überschiessen des Dachabflusses zu rechnen. Dieses Wasser muss zusätzlich über die Platzentwässerung abgeleitet werden und stellt einen Überlastfall dar.

    Oberflächenwasserzufluss von Steilböschung nach langanhaltenden Niederschlägen. Einbau einer Sickerleitung mit Schachtöffnung angrenzend an eine ansteigende Wieslandfläche (Bild rechts).

    Blätter, Zweige oder Hagelkörner können Platzentwässerungen verstopfen (Rückstau). Sehen Sie deshalb Entwässerungsabläufe mit grossem Durchmesser und erhöhten Siebaufsätzen vor. Da bei starkem Regen die Kanalisation oft überlastet ist, darf auch aufstauendes Wasser keine Schäden zur Folge haben. Besonders bei hohem Schadenpotenzial sind bauliche Massnahmen erforderlich, um eine Verstopfung der Entwässerungsöffnungen resp. den Wassereintritt ins Gebäude zu verhindern.

  • Topographischer Gebäudestandort: beeinflusst die Gefährdung durch Sturm und Schneedruck. An diesen Standorten ist mit höheren Windlasten und mit stärkeren Schneeverfrachtungen zu rechnen (vgl. SIA-Normen 261 und 261/1 sowie Zimmerli / Hertig 2006):

    Untersuchen Sie die örtlichen Windverhältnisse, denn diese beeinflussen auch die Schneeverteilung auf dem Dach. Ziehen Sie für Bauwerke an Lagen mit aussergewöhnlichen Windverhältnissen eine Fachperson bei für spezifische Untersuchungen zur Windsituation beim Gebäude.

  • Berücksichtigen Sie im Umfeld von Hochhäusern, dass diese zu komplexen Windströmungen und starken Verwirbelungen führen.

    Gebäudehöhe und umgebende Bebauung / Bepflanzung: beeinflusst direkt die massgebenden Windlasten. Neben der absoluten Höhe ist die relative Höhe gegenüber der Umgebung zu berücksichtigen.

    In der Nähe von Hochhäusern treten Wirbel auf, welche bei der Bemessung zu berücksichtigen sind.
    In der Nähe von Hochhäusern treten Wirbel auf, welche bei der Bemessung zu berücksichtigen sind.
  • Empfehlungen zur Vermeidung hoher Windgeschwindigkeiten in Bodennähe

    • Vermeiden Sie Gebäudehöhen, welche die umliegenden Bauten um das Doppelte überragen.
    • Je mehr sich die Gebäudefläche einer Kreisform nähert, desto geringer werden die angreifenden Windkräfte. Denn mit der Kreisform reduziert sich die Abwärtsströmung auf der Frontfläche wesentlich. Bei einem Grundriss in der Form eines langen Rechtecks sollte die Hauptwindrichtung entlang der Längsrichtung des Gebäudes verlaufen.
    • Schirmen Sie bei einem Hochhaus die Bodenzone durch Vorbauten oder Dächer mit genügenden Abmessungen ab.
    • Richten Sie Zwischenräume zwischen Gebäuden und Durchgängen nicht in der vorherrschenden Windrichtung aus.
    • In Durchgängen erzielen Sie mit geschickt angeordneten Windschutzschirmen und mit Bäumen eine Reduktion der Geschwindigkeit.
    • Für sehr hohe Gebäude, offene Bauten, flexible Bauweisen und unübliche aerodynamische Formen sind Spezialuntersuchungen und eventuell Tests im Windkanal empfehlenswert.
    Spezialuntersuchungen für besondere Gebäudeformen
    Spezialuntersuchungen für besondere Gebäudeformen
  • Widerstandsfähige Gebäudehülle - Hagelregister

    Wählen Sie hagelresistente Materialien, um Schäden an der Gebäudehülle durch Hagel zu verhindern. Konsultieren Sie dazu das Hagelregister. Ähnlich dem Brandschutzregister enthält es Produkte und Bauelemente, die auf ihren Hagelwiderstand geprüft und zertifiziert worden sind. Empfehlung: Wählen Sie Materialien und Materialkombinationen mit minimalem Hagelwiderstand HW3. Auch die Reparaturfähigkeit resp. Ersetzbarkeit einzelner Gebäudehüllenelemente sollte gewährleistet sein.

    Die Kantonale Gebäudeversicherung gibt Auskunft über den aktuellen Stand und die Verbindlichkeit des Registers.

    Klassen des Hagelwiderstands

    Generell wird der minimale Hagelwiderstand HW3 empfohlen. Dies bedeutet, dass ein Bauprodukt den Anprall eines Hagelkorns von 3 cm Durchmesser ohne Schaden übersteht.

    Hagelwiderstandsklassen

    Funktionen der Bauteile

    Ein Bauteil kann eine oder mehrere Funktionen erfüllen. Die häufigsten sind: Wasserdichtheit, Aussehen, Lichtabschirmung, Lichtdurchlässigkeit und Mechanik. Je nach Funktion, kann jedes Bauteil in unterschiedliche Hagelwiderstandsklassen eingeteilt werden.

    Weitere Informationen zu den Schadenarten und -ursachen sowie typischen Gefährdungsbildern bei Hagel: Rubrik Naturgefahren

  • Hagelschutz für Zusatzelemente

    Zusatzelemente sind Bauteile bzw. Aufbauten wie Klimaanlagen, Antennen, Energiegewinnungsanlagen (PV und Solarthermie) und die zugehörige Steuerungs- und Messsensorik, die im Aussenbereich von Gebäuden angebracht sind. Schützen Sie auch diese Elemente vor Hagelschlag. Wählen Sie Materialien und Materialkombinationen, die Hagel schadlos standhalten (min. Hagelwiderstand HW3, siehe Hagelregister). Auch die Reparaturfähigkeit resp. Ersetzbarkeit von einzelnen Zusatzelementen sollte gewährleistet sein, damit nicht der gesamte Aufbau ersetzt werden muss.

  • Ein Vordach bei einem Gebäude schützt die Fassaden sowie die Fenster gegen Witterungseinflüsse und damit gegen Alterung und Schäden. Vollständiger Schutz gegen Hagel und Starkregen ist zwar selbst mit Vordach nicht möglich. Es reduziert aber die Häufigkeit der Durchnässung – ein wichtiger Aspekt, für die dauerhafte Schutzfunktion der Fassade.

    Dachüberstannd und Vordach: Permanenter Schutz vor Hagelschlag
    Dachüberstannd und Vordach: Permanenter Schutz vor Hagelschlag
  • Permanente Schutzeinrichtung: Schutzgitter und Schutznetze

    Hagelschutzgitter schützen empfindliche Materialien wirksam und dauerhaft.

    Schutznetze über Treibhäusern bieten während der Hagelsaison einen temporären Hagelschutz.

  • Moderne Fensterscheiben sind deutlich widerstandsfähiger als Storen.

    Kostenloses Tool «Hagelschutz - einfach automatisch»: Storen werden durch ein Alarmsignal automatisch hochgezogen. Weitere Informationen: Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG).

    Mit Klick auf diese Schaltfläche werden Videos von YouTube auf der gesamten Website eingebettet. YouTube kann diesfalls Daten über Sie sammeln.

  • Die Gebäudeausrichtung ist bei windexponierten Lagen zu überprüfen. Gerade bei Pultdächern reduziert sich die Windbelastung massgeblich, wenn das Gebäude in Bezug auf die Hauptwindrichtung günstig angeordnet ist.

    Beispiel eines Gebäudes, das parallel zur Hauptwindrichtung (Giebel) ausgerichtet ist: Die windzugewandte Front (linkes Bild) ist mit einem kurzen Dachvorsprung und Fenstervorbauten ausgestaltet, die windabgewandte Seite (rechtes Bild) mit einem längeren Dachvorsprung und seitlichen Wandverlängerungen.

  • Je mehr sich die Gebäudeform einer Kugel nähert, desto geringer werden die angreifenden Windkräfte. Ungünstige Gebäudeformen erfordern eine spezielle Bemessung durch eine Fachperson.

    Für sehr hohe Gebäude, offene Bauten, flexible Bauweisen und unübliche aerodynamische Formen sind Spezialuntersuchungen und eventuell Tests im Windkanal empfehlenswert.

    Spezialuntersuchungen für besondere Gebäudeformen
    Spezialuntersuchungen für besondere Gebäudeformen
  • Die Dachform beeinflusst die Winddruck- und Windsogkräfte sowie die möglichen Schneelasten massgeblich. Ermitteln Sie anhand der SIA-Normen 261 und 261/1 die Kräfte für die entsprechende Dachform. Ziehen Sie eine Fachperson bei. Für Dächer normal windexponierter Gebäude sind die Dachformbeiwerte gemäss der SIA-Normen 261 und 261/1 massgebend. Bauwerke an Lagen mit aussergewöhnlichen Windverhältnissen erfordern ortsspezifische Abklärungen. Berücksichtigen Sie zudem, dass die Häufigkeit der Frost-Tauperioden stark von der Neigung und Ausrichtung der Dachflächen abhängen. 

  • Schutz von Öffnungen

    Lichtkuppeln können neben den äusseren Sogkräften zusätzlich durch Innendruck belastet sein. Bemessen Sie die Befestigungen entsprechend dieser Kraftüberlagerung sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand.

  • Sonnenstoren / Markisen

    Sonnenstoren sind gemäss SIA-Norm 342 „Sonnen- und Wetterschutzanlagen“ (Ausgabe 2009) für bestimmte maximale Windgeschwindigkeiten ausgelegt und werden in die Windwiderstandklassen (WWK) 0 bis 3 eingeteilt. Die widerstandsfähigsten Produkte mit WWK3 halten (wenn eingefahren!) Böenspitzen von maximal 48 km/h aus. Sonnenstoren müssen eingefahren sein, bevor der Wind die gemäss Windwiderstandsklasse zulässige Höchstgeschwindigkeit erreicht!

  • Lage des Erdgeschosses und von Öffnungen

    Planen Sie Gebäudeöffnungen nach Möglichkeit über der maximalen Überschwemmungshöhe (Wellengang berücksichtigen!). Das gilt insbesondere bei: Lichtschächten, Fenstern, äusseren Treppenabgängen, Aussentüren, Lüftungsschächten und Leitungsdurchführungen.

    Türsituation: Die Rückstauebene (blauer Pfeil) darf das Niveau der Türöffnung nicht erreichen. Das Gefälle muss vom Gebäude wegführen.

    Fenstersituation: Die Rückstauebene (blauer Pfeil) darf das Niveau der Fensteröffnung nicht erreichen.

    Lichtschachtsituation: Die Rückstauebene (blauer Pfeil) darf das Niveau der Lichtschachtöffnung nicht erreichen. Der Lichtschacht kann bei ausreichender Untergrundentwässerung an seiner Sohle offen ausgebildet sein. Im Fall von drückendem Grundwasser ist der Lichtschacht als geschlossenes Becken dicht und auftriebssicher ans Gebäude anzuschliessen.

  • Abdichtungs- und Verstärkungsmassnahmen zum Schutz von Öffnungen

    Permanente Vorkehrungen: Wasserdichte, verstärkte Türen und Fenster schützen permanent vor Wassereintritt (Vanomsen, 2011). Türen sind von aussen anzuschlagen. Bei Fenstern muss der Wasserdruck über die Scheibe auf den Rahmen und von diesem auf die angrenzende Konstruktion abgetragen werden können.

    Tabelle: Bemessung von Fenstern bei statischer Überschwemmung (Fliessgeschwindigkeit < 1 m/s)

    Bei Fliessgeschwindigkeiten ≥ 1 m/s sind angeströmte Fenster höheren Drücken und ggf. dem Anprall von Treibgut und Geschiebe ausgesetzt. Mittels Sprossen, Prallplatten oder Dammbalken können Sie solche Fenster schützen (Empfehlungen zum Schutz vor Murgang).

    Achtung! Türen, Tore und Fenster die dem Wasserdruck nicht standhalten, versagen oft schlagartig. Die Personengefährdung ist in solchen Fällen sehr hoch. Bei Garageneinfahrten eignen sich insbesondere Lösungen mit Klappschotts.

    Temporäre Vorkehrungen: Öffnungen lassen sich temporär mit Schutzschildern aus Metall- oder Holz schützen. Solche Massnahmen sind nur bei einer ausreichend langen Vorwarnzeit und klar geregelter Notfallorganisation sinnvoll, oder wenn sie permanent eingebaut sind. Bei Neubauten kann eine architektonisch befriedigende Lösung gefunden werden, indem Schutzschilde direkt unter den Öffnungen in die Fassade integriert sind, die im Ereignisfall hochgefahren werden können.

  • Trotz vermeintlich dichter Bauweise führt der Ausbau des Untergeschosses zu Wohnzwecken sehr oft zu undichten Stellen und damit zu Wasserschäden im Überschwemmungsfall!

    Abdichtung der Gebäudehülle

    Folgende Verfahren dienen der Abdichtung der Gebäudehülle (Eintrittswege von Wasser in Gebäude siehe Gefährdungsbilder Regen und Hochwasser):

    • Wasserdichte Betonkonstruktionen („weisse Wanne“)
    • Konstruktionen mit äusserer oder innerer Wassersperrschicht, Bitumenabdichtung („schwarze Wanne“)
    Tabelle: Eigenschaften der weissen und schwarzen Wanne
    Tabelle: Dichtigkeitsklassen der Gebäudehülle gemäss SIA 272
    Tauchpumpe

    Weitere Hinweise liefern die Normen SIA 270 «Abdichtungen und Entwässerungen - Allgemeine Grundlagen und Abgrenzungen», SIA 272 «Abdichtungen und Entwässerungen von Bauten unter Terrain und im Untertagbau» und SIA 274 «Abdichtung von Fugen in Bauten - Projektierung und Ausführung».

    Mit einer Tauchpumpe im Untergeschoss lässt sich allfällig durchsickerndes Wasser auspumen und damit das Restrisiko verringern.

  • Eingänge auf der vom Wasserzufluss abgewandten Gebäudeseite

    Auf geneigtem Gelände umfliesst das Wasser sämtliche Hindernisse auf dem Weg des geringsten Widerstands. Fliesst es direkt auf ein Hindernis oder Gebäude zu, so staut es besonders hoch auf (Wellengang). Planen Sie deshalb Eingänge auf den vom Wasser abgewandten Gebäudeseiten. Für direkt angeströmte Aussenwände empfiehlt sich der Einsatz speziell geschützter Fenster.

  • Ausgestaltung und Lage von Lichtschächten

    Ordnen Sie den Lichtschacht erhöht an – allenfalls integriert in die Umgebungsgestaltung (z.B. als Sitzbank). Beachten Sie dabei die Auftriebsproblematik bei Lichtschächten, die wasserdicht ans Gebäude anschliessen.

    Oberkante des Lichtschachtes liegt unter der Rückstauebene

    • Variante A: Lichtschacht mit abgedichtetem und verschraubbarem Deckel (Normalzustand: verschraubt).
    • Variante B: Abschottung der tiefer liegenden Lichtschachtöffnung durch seitliche Mauern, welche bis zur Rückstauebene hochgezogen sind.
    • Variante C: permanentes Verschliessen des Lichtschachtes, z.B. mit Glasbausteinen.
  • Die angepasste Nutzung der Innenräume reduziert das Personen- und Sachrisiko von überschwemmungsgefährdeten Gebäuden erheblich. Das Personenrisiko lässt sich deutlich reduzieren, wenn in Untergeschossen keine Arbeits- oder Wohnräume eingerichtet sind. Zudem sollten Fluchtwege aus Untergeschossen nicht den Haupteintrittswegen des Wassers entlang führen. Vermeiden Sie generell wasserempfindliche Gegenstände oder technische Installationen in überschwemmungsgefährdeten Untergeschossen.

  • Wasserresistente Materialien für den Innenausbau

    Falls sich die Überschwemmungsgefahr an einem Standort nicht durch anderweitige Schutzmassnahmen zuverlässig verringern lässt: Verwenden Sie in den gefährdeten Geschossen für Böden, Wände und Decken Materialien, die gegenüber Wasser und Schmutz möglichst unempfindlich sind sowie einen Aufbau, der die Trocknung und Reinigung erleichtert.

    Tabelle Nässeempfindlichkeit von Fussböden
    Tabelle Nässeempfindlichkeit von Wänden und Decken
  • Dachentwässerung

    Die Bemessung der Dachentwässerung richtet sich normgemäss nach einem 5-10-jährlichen Regen. Berücksichtigen Sie deshalb die Konsequenzen des Überlastfalls, auch bei der Umgebungsgestaltung (Topographie, Lichtschächte etc.).

    Entwässerung Steildach
    Entwässerung Steildach

    Entwässerung Flachdach

    Planen Sie die Entwässerung von Flachdächern gemäss SIA-Norm 271 "Abdichtungen von Hochbauten" (Ausgabe 2007) und nach der Richtlinie Dachentwässerung (suissetec 2016). Die An- und Abschlüsse sind nach der SIA-Norm 271 auszuführen.

    Angeschwemmte Blätter, Zweige oder Hagelkörner können die Dachentwässerungen verstopfen und ein Einstauen von flach geneigten Dächern verursachen. Planen Sie Entwässerungsabläufe mit grossem Durchmesser und erhöhten Siebaufsätzen. Auch bei kleinen Dachflächen sind mindestens zwei Regenwasserabläufe einzubauen. Da bei starkem Regen die Kanalisation oft überlastet ist, darf auch allfällig aufstauendes Wasser keine Schäden zur Folge haben. Verhindern Sie mit konstruktiven Massnahmen ein Verstopfen der Entwässerung, besonders wenn mit grossen Schäden zu rechnen ist.

  • Abschirmungsmassnahmen wie Mauern oder Dämme können die Ausbreitung des Wassers weiträumig beeinflussen. Sie dürfen nur ergriffen werden, wenn sich die Gefährdung von benachbarten Gebäuden nicht erhöht!

    Hochwasserschutz durch Abschirumung

    Mit Stützen und Mauern oder durch die Aufschüttung des Terrains können Sie ein Grundstück oder Gebäude vor Wasser abschirmen. Möglich sind auch temporäre Hochwasserschutzmassnahmen, permanente Vorkehrungen bieten aber den höheren Schutz. Temporäre Schutzmassnahmen sind lediglich bei genügend langer Vorwarnzeit, zuverlässiger Alarmierung und einer klar geregelten Notfallorganisation sinnvoll.

  • Mobile Abdichtung von Gebäudeöffnungen bieten nur dann guten Schutz, wenn diese fest installiert sind, zum Beispiel als Klappschott oder permanent eingebauter Dammbalken bei selten benutzten Eingängen.

  • Der gewonnene Raum unter dem Gebäude kann als Park- oder Freizeitfläche benutzt werden. Wenn Sie Wände oder einen Kern an Stelle von Stützen einsetzen, erhöhen Sie zudem die Erdbebensicherheit.

    Erhöhte Anordnung

    Die Höherlegung des Terrains über die Schutzhöhe stellt bei Neubauten in vielen Fällen die kostengünstigste und wirksamste Schutzmassnahme dar und belässt zudem viel gestalterischen Freiraum. Das Gebäude kann so gänzlich vor Wasser geschützt werden (Ausnahme: vertieft angeordnete Gebäudezugänge). Bei hohen Fliessgeschwindigkeiten muss die Anschüttung gegen Erosion geschützt werden.

  • Stellriemen und Mauern

    Bei beschränkten Platzverhältnissen kann Wasser mit Stellriemen und Mauern abgeleitet werden. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie bei Erddämmen.

  • Zugang zu Untergeschossen

    Berücksichtigen Sie die Rückstauebene, wenn Sie die oberste Treppenstufe von Aussentreppen planen, die zu Untergeschossen führen. Beachten Sie zudem: Im Grundsatz sind zum Schutz vor starkem Regen immer permanente Lösungen vorzuziehen. Nur bei ausreichender Vorwarnzeit und einer funktionierenden Notfallorganisation können mobile Massnahmen solche Zugänge schützen.

    Zugang zu Untergeschossen
    Zugang zu Untergeschossen
  • Zufahrt zu tieferliegenden Garagen und Plätzen

    Bei Zufahrten zu tieferliegenden Garagen und Plätzen ist die Kenntnis der Rückstauebene wichtig. Mit Rampen können Sie verhindern, dass Wasser in die tieferliegenden Bereiche fliesst. Anfallendes Niederschlagswasser und überschiessendes Wasser von Dächern muss allenfalls mit Hebeanlagen abgeführt werden.

    Bevorzugen Sie stets permanente Schutzmassnahmen wie Dämme oder Rampen. Bei temporären Massnahmen wie einem wasserdichten Tor ist unter Umständen nicht gewährleistet, dass das Tor im Ereignisfall geschlossen ist. Zudem sind bei temporären Schutzmassnahmen regelmässige Kontrollen erforderlich, um ihre langjährige Funktionstüchtigkeit sicherzustellen.

  • Dämme und Rampen

    Mit Erddämmen lassen sich bestehende Gebäude vor Wasser schützen. Dieser Schutz stellt sehr oft eine landschaftsplanerisch gute Lösung dar. Das Wasser wird nach Möglichkeit entlang der Grundstücksgrenze abgeleitet. Beachten Sie, dass Dritte dadurch nicht zusätzlich gefährdet werden. Regenwasser, das zwischen Gebäude und Abschirmung anfällt, ist gemäss SN 592‘000 abzuführen.

    Permanente Schutzmassnahmen: Bei Dämmen und Mauern sind die üblichen Nachweise bezüglich Standfestigkeit, Kippen, Gleiten, Setzungen, äusserer und innerer Erosion, hydraulischem Grundbruch und Dichtigkeit zu erbringen. Leckwasser und unterströmtes Sickerwasser muss in Pumpensümpfen aufgefangen werden. Dies ist insbesondere in Gebieten mit langer Überschwemmungsdauer wichtig (vgl. Müller, 2013). Zudem ist ein Rückstau über die Kanalisationen zu verhindern.

    Temporäre Schutzmassnahmen: Wenn genügend Vorwarnzeit, eine zuverlässige Alarmierung und eine Notfallorganisation gegeben sind, können temporäre Vorkehrung vorgesehen werden. Dazu zählen hochziehbare oder hochklappbare Konstruktionen. Bei langer Vorwarnzeit können Sie zudem mobile Dammbalkensysteme, Sandsackdämme und Kombinationen davon als Notfallmassnahme einsetzen.

  • Schutz von Versorgungseinrichtungen

    Trinkwasserversorgung

    Die Hauptleitung der Trinkwasserzufuhr zu Gebäuden ist in der Regel mit einem Filter versehen. Eine Überschwemmung kann diese beschädigen oder vollständig verstopfen und die Trinkwasserzufuhr unterbinden. Ordnen Sie darum die Filter über der maximalen Überschwemmungshöhe und einfach zugänglich an.

    Stromversorgung

    Folgende Massnahmen erhöhen die Funktionstüchtigkeit der Elektrizitätsversorgung bei nicht wasserdichten Gebäuden:

    • Anordnung von Hauptschalter, Mess-, Verteil- und Regeleinrichtungen über der maximalen Überschwemmungshöhe.
    • Getrennte Leitungsführung zur Versorgung von Gebäudeteilen unterhalb bzw. oberhalb der maximalen Überschwemmungshöhe.
    • Automatische Netzabtrennung von Verteilleitungen in überschwemmungsgefährdeten Geschossen.

    Bei grossen Gebäuden, aus denen im Katastrophenfall Personen oder Sachgüter evakuiert werden müssen (z.B. Untergeschosse bei Spitälern, Gewerbe- und Industriebetrieben, Tiefgaragen u.a.), ist eine netzunabhängige Notstrombeleuchtung wichtig.

    Die oben genannten Massnahmen gelten in ähnlicher Weise auch für die Gasversorgung (siehe Regelwerke des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches SVGW und die Richtlinie VDI 6004 (2004)).

    Verankerung von Öltanks

    Planen Sie Öltankanlagen oberhalb der maximalen Überschwemmungshöhe (auch das Entlüftungsrohr!). Damit verhindern Sie grosse Schäden an Gebäude und Umwelt durch freigesetztes Öl und stellen den Betrieb während und nach einer Überschwemmung sicher. Falls eine erhöhte Anordnung nicht möglich ist, muss das Öl zwingend wasserdicht und auftriebssicher gelagert werden. Zudem müssen der Tank und die Zu- und Abflussleitungen dem äusseren Wasserdruck (Beulen) standhalten. Die Zuleitung zum Ölbrenner ist mit einem Ventil zu versehen, das bei Wasseransammlung auf dem Boden des Heizungsraumes automatisch schliesst.

    Massnahmen bei Energieholzlagerung

    Pellets und Holzschnitzel quellen im Kontakt mit Wasser auf. Der dabei entstehende Druck kann zu Schäden am Lagerraum führen. Das Lagergut selbst wird durch die Vernässung unbrauchbar und verschmutzt den Lagerraum. Planen Sie deshalb Energieholzlager nach Möglichkeit oberhalb der maximalen Überschwemmungshöhe. Wenn dies nicht möglich ist, sind Energieholzlager wasserdicht auszugestalten und gegen Auftrieb zu sichern. Alternativ können mögliche Schäden am Lagerraum mit nasser Vorsorge minimiert werden (z.B. Öffnungen/Sollbruchstellen vorsehen, durch die das Lagergut austreten kann oder reduzierte Füllung des Lagers).

    Rückstauschutz der Kanalisation

    Bei Kanalisationsleitungen ist der Schutz vor einem Rückstau resp. Rückfluss die wichtigste Massnahme. Die Anordnung von Rückflusssperren kann auch bei Gebäuden ausserhalb von überschwemmungsgefährdeten Gebieten sinnvoll sein. Sie verhindern damit eine «innere Überschwemmung» des Gebäudes.

    Fluchtwege

    Stellen Sie sicher, dass Gebäudebereiche unterhalb der maximalen Überschwemmungshöhe über Treppen oder Leitern verlassen werden können. Bei Gebäuden mit nur einem Stockwerk sollte der Aufstieg auf das Dach möglich sein.

    Massnahmen an Aufzugsanlagen

    Bei Personen- und Warenliften ist darauf zu achten, dass sich die Ruheposition dieser Anlagen oberhalb der maximalen Überschwemmungshöhe befindet. Wasseransammlungen im Liftschacht sollen mittels Sensor eine Alarmmeldung auslösen und den Betrieb einstellen.

  • Leitungsdurchführungen

    Zahlreiche Leitungen führen durch die Gebäudehülle, z.B. Leitungen der Wasser- oder Gasversorgung, Entwässerung, Elektro-, Fernseh-, Telefonkabel sowie Fernwärme-, Lüftungs- und Heizungsrohre. Lassen Sie diese Durchdringungen wasserundurchlässig umsetzen. Bei Mantelrohren und Bohrungen wird der Zwischenraum mit Dichtungsmaterial verschlossen und abgedichtet. Bei Flanschrohren wird die Rohrleitung dichtend angeflanscht.

    Dichtungseinsatz für Kunststoffmantelrohr
    Dichtungseinsatz für Kunststoffmantelrohr
  • Hochführen von Lüftungsöffnungen

    Beachten Sie, dass Lüftungsöffnungen mögliche Eintrittswege von Wasser ins Gebäude sind. Lüftungen sind u.a. notwendig für Öltanks, Zivilschutzräume und Anlagen der Gebäudeklimatisierung. Beachten Sie besonders die in den Fensterleibungen eingelassenen Luftfassungen privater Luftschutzkeller.

  • Rückstauschutz / Hebeanlagen

    Planen Sie bei Kanalisationsleitungen den Schutz vor einem Rückstau resp. Rückfluss. Gefährdet sind alle Abläufe und Sanitäreinrichtungen unterhalb der Rückstauebene. Rückstauklappen und -schieber sowie Hebeanlagen können eine Überschwemmung im Gebäudeinnern verhindern.

    Der Vorteil der automatischen Rückstauklappe: Sie muss nicht manuell bedient werden. Dies ist wichtig, da der Eintritt eines Rückstaus nicht direkt wahrnehmbar ist. Rückflusssperren sind allenfalls auch für Gebäude ausserhalb des potentiellen Überschwemmungsgebiets wichtig: Wenn beispielsweise Hindernisse das Wasser zurückhalten, kann es zur (inneren) Überschwemmung von Gebäuden in an sich nicht-betroffenen Gebieten kommen.

    Muss Schmutzwasser auch während einer Überschwemmung ununterbrochen abgeführt werden (z.B. bei Spitälern, Pflegeheimen etc.), ist ein parallel geschaltetes, isoliertes Auffangbecken mit Hebeanlage vorzusehen.

    Rückstauschutz
    Rückstauschutz

Woran Sie auch in Zukunft denken sollten...

  • Reduktion des Hagelwiderstands bei Kunststoffprodukten (Alterung)

    Kunststoffprodukte verlieren ihren Hagelwiderstand mit der Zeit, wenn sie dem Wetter ausgesetzt sind. Massgebend für die Alterung ist der UV-Schutz: Je nach Kunststoff bzw. Kunststoffanteilen und Anti-UV-Schutz verläuft die Alterung unterschiedlich. Hinweise können die Garantieerklärungen der Hersteller liefern. Zu beachten: Die Klassifikation des Hagelwiderstands im Hagelregister gilt für den Neuzustand des jeweiligen Produkts.

    Abnahme des Hagelwiderstands (Alterung)